/>T1 Detail Vorarlberg - Nicebike

Vorarlberg

Im Wilden Westen Österreichs
Wer meint, diese Tour könne man auch alleine fahren, der lasse sich mal überraschen,
was so ein einheimischer Tourguide alles an Strecken kennt, die man alleine nur sehr schwierig findet.


 

 

 


Detaillierte Tourbeschreibung Vorarlberg

1. Tag - Rund um Vorarlberg

Streckenlänge: ca. 279 km

Das  Vorarlberger Rheintal ist ziemlich dicht besiedelt. Darum kommt man auf der Landstraße durch die Gemeinden nicht so gut vorwärts, aber wir haben die Rheintalautobahn. Also fahren wir die ersten 20 km auf der Autobahn. Sobald wir das Rheintal verlassen, ist es mit dem Verkehr vorbei und wir haben freie Straßen. Bei Rankweil verlassen wir die Autobahn und fahren auf einer zuerst ziemlich breiten Bergstraße in das Gebiet von Zwischenwasser/Übersaxen., die dann später schmaler wird. Oben angekommen wird die Straße noch schmaler und wir haben sie für uns allein. Bei Thüringen erreichen wir das Walgau und kurz nach Bludenz zweigen wir ins Montafon ab.  Das Montafon wird in voller Länge bis nach Partenen durchfahren.

Nun beginnt eine der prächtigsten Straßen von Vorarlberg. Die Silvretta Hochalpenstraße. Diese Straße mautpflichtig und jeden Euro wert. Über unzählige Kurven erreichen wir die Bieler Höhe. Mit 2.037 m der höchste Punkt unserer heutigen Tour. Vor uns liegt der Silvretta-Stausee und wir haben freien Blick zum höchsten Berg Vorarlbergs, dem Piz Buin. Natürlich wird hier Rast gemacht, um dieses Panorama fotografisch festzuhalten. Die Staumauer kann auch begangen werden. Wer sich traut ...

Weiter geht die Fahrt durch das Paznauntal. Wir fahren das ganze Tal durch und zweigen zum Arlbergpass ab. Bis zum Bau des Arlbergtunnels war dieser Pass mit 1.793 m Höhe einer der meistbefahrenen Pässe der gesamten Alpen. Kurz nach dem Passübergang zweigen wir schon wieder von der Passstraße ab und fahren in Richtung Lech. Zuerst passieren wir aber noch den Flexenpass und den Wintersportort Zürs.

Von Lech bis Warth fahren wir über eine im Winter stets gesperrte Straße. Der Hochtannbergpass markiert den Anfang oder das Ende, je nach Fahrtrichtung, des Bregenzer Waldes. Wir zweigen von der Bregenzer Wald-Straße ab und fahren wieder bergauf. Über eine weitere schön ausgebaute Straße erreichen wir Damüls und schließlich das Furkajoch. Ein sehr beliebter Biker-Treffpunkt. Hier ist immer etwas los. Zum Charly heißt die Restauration und auf den aufgestellten Holztischen und Holzbänken kann man Speis und Trank zu sich nehmen und Benzin reden.

Nach ausgiebiger Rast fahren wir das Laternsertal hinunter. Die Straße ist zu Anfang noch etwas schmal und windet sich über einige knackige Kehren in Richtung Laterns. Es sind zahlreiche Ausweichstellen vorhanden und jeder gibt hier acht. Später dann wird die Straße normal breit und wir erreichen wieder Rankweil. Der Kreis hat sich geschlossen. Nicht mehr weit bis zu unserem Hotel.

POI

WP5  - Bieler Höhe
WP9  - Arlbergpass
WP10 - Flexenpass
WP14 - Furkajoch

2. Tag - Queralpenstraße und Lechtal

Streckenlänge: ca. 335 km

Die heutige Tour möchten wir mit dem Begriff lieblich zusammen bringen. Wir fahren zuerst Richtung Bregenz und anschließend den Pfänderrücken hoch. Bei Scheidegg erreichen wir die Queralpenstraße.  Wir fahren diese Straße bis Immenstadt. Dann geht es über Wertach zum Oberjoch. Bei der Kanzel machen wir Halt und genießen den grandiosen Ausblick ins Oberallgäu.

Nach dem wir uns satt gesehen haben, fahren wir ins Tannheimertal ein. Über Grän erreichen wir Füssen. Denn, wenn wir schon in dieser Gegend sind, wollen wir die Hinterlassenschaft des Märchenkönigs Ludwig von Bayern auch anschauen. Wir fahren zu wohl einem der schönsten Schlösser der Welt - Neuschwanstein.

Über die Fernpassstraße erreichen wir bei Bichlbach das Namlostal.  Grinsen unterm Helm, so wie unser Motto lautet, ist für die Straße durchs Namlostal genau richtig. Anschließend führt uns die Lechtalstraße bis nach Steeg. Die anschließende Straße hinauf nach Warth sucht ihresgleichen. Warth kennen wir ja schon von der gestrigen Tour, nur dieses Mal von der anderen Seite angefahren.

Wir fahren also wieder dieselbe Strecke wie gestern bis Au und danach bis Damüls hinauf. Dieses Mal zweigen wir aber zum Faschinajoch ab. Dieser auf 1.486 m Höhe gelgene Passübergang markiert gleichzeitig den Beginn des Großen Walstertal. Nach dem Walstertal befahren wir noch die  Höhenstraße des Walgaus. Über Satteins und den Schwarzen See erreichen wir wieder das Rheintal.

POI

WP2   - Eichenberg
WP3   - Queralpenstraße
WP7   - Oberjoch
WP9   - Neu Schwanstein
WP12 - Namlostal
WP13 - Warth
WP14 - Faschinajoch

3. Tag - Ein bisschen Südtirol und Schweizer Pässe

Streckenlänge: ca. 431 km

Die Königsetappe dieser Woche. Und weil wir in der Zwischenzeit schon ziemlich geübt sind, wird uns auch diese lange Etappe keine Schwierigkeiten bereiten. Aber der Reihe nach.

Wir fahren über den Arlbergpass nach Tirol rein. Dann von Landeck am Inn entlang, bis wir kurz vor der Schweizer Grenze zum Reschenpass abbiegen. Am Finstermünzpass vorbei kommen wir nach Nauders. Nur noch wenige Kilometer und wir passieren am Reschenpass die italienische Grenze. Nun geht die Fahrt am Reschensee entlang. Kleiner Tip: Kennen Sie den Südtiroler Speck? Eine Delikatesse und hier könnte man welchen kaufen. Zusammen mit den Vintschgerlen, ein typisches Brot des Vintschgau, das mit seinem Geschmack hervorragend zum Speck passt, könnten Sie eine vorzügliche Brotzeit genießen.

Wir passieren Graun am Reschensee mit seinem berühmten Wahrzeichen. Der Kirchturm von Altgraun, der im Wasser steht.  Kaum in Südtirol angekommen, fahren wir schon wieder in Richtung Schweiz zum Val Müstair. Der Ofenpass und die Zollfreizone von Livigno ist unser nächstes Ziel. Dabei fahren wir durch einen Tunnel, der nur einspurig und  nur zu bestimmten Zeiten befahren werden kann. Noch einige Kilometer am Lago Livigno entlang, und wir sind in Livigno. Zollfreizone = billiges Benzin, der Liter ca. einen Euro. Von Dornbirn bis Livigno sind es 240 km, also werden unsere Tanks leer sein und wir können günstig tanken und auch sonst einiges einkaufen gehen, falls gewünscht.

Dann erwartet uns der Berninapass mit 2.328 m Höhe unser heutiger höchster Punkt. Es grüßt uns der Morteratschgletscher und darum fahren wir rasch weiter, denn es wird kalt sein. An St. Moritz vorbei bis nach La Punt und dann zum Albulapass. Wir kommen noch einmal auf 2.312 m hinauf, also knapp von der Bernina geschlagen. Die Nordseite der Passstraße verläuft in einem sehr engen Tal. Und trotzdem haben es die Schweizer Ingenieure geschafft, hier eine Eisenbahn zu bauen. Über etliche Wende- und Kehrtunnel erreicht die Bahn die Talsohle. Brücken überspannen einige Male unsere Straße. Ein sehr verwirrendes Hin und Her der berühmten Rhätischen Eisenbahn.

Die Lenzerheide ist für heute unser letzter Passübergang, bevor wir Chur und somit das Rheintal erreichen. Über Liechtenstein geht es wieder nach Vorarlberg.

POI

WP4    - Hochfinstermünz
WP5    - Reschensee
WP8    - Ofenpass
WP9    - Livigno
WP11  - Berninapass
WP12  - Albulapass

4. Tag - Donautal und Schwabenland

Streckenlänge: ca. 283 km

Heute fahren wir wieder für ein paar Kilometer die Autobahn entlang in Richtung Deutschland. Von Neuravensburg weg geht es über Landtraßen bis nach Bodnegg, weiter nach Waldburg und bis Weingarten. Ostrach ist unsere nächste Station. Wir kommen langsam ins Hohenzollernland mit dem Hauptort Sigmaringen. Schon von Weitem sehen wir ein weiteres sehr schönes Schloss - Schloss Sigmaringen. Nun fahen wir in das Obere Donautal ein. Kaum zu glauben, dass dieses Flüßchen zu einem der mächtigsten Ströme Europas heran wächst. Uns beschert die junge Donau ein traumhaftes Tal, dass wir mit unseren Motorrädern befahren können. Beim Kloster Beuron verlassen wir das Donautal und fahren nun über das Hinterland des Bodensees durch eine wunderschöne Hügellandschaft. Es braucht nicht immer Berge, um viele Kurven geniesen zu können. Und was das Schönste ist, komplett ohne Verkehr. Die Straße gehört uns

Durch diese schöne Hügellandschaft erreichen wir schließlich den schönsten Aussichtspunkt am Überlinger See, der einer der beiden Finger des Bodensees bildet. Wir fahren zum Höhengasthaus Haldenhof auf dem Sipplinger Berg. Man wähnt sich irgendwo am Meer in Italien. Bis zur Insel Mainau und Meersburg geht der Blick.

Der Höchsten ist ein weiterer markanter Punkt, den wir anfahren. Dieser Aussichtshügel, Berg wäre im wahrsten Sinne des Wortes zu hoch gegriffen, beschert uns einen grandiosen Ausblick auf das Alpenpanorama und den Bodensee. Von den Allgäuer Alpen bis sogar im günstigsten Fall zum Pilatus, ein steiles Bergmassiv bei Luzern, können wir diesen Panoramablick geniesen. Eine Orientierungstafel an der Aussichtskanzel angebracht, hilft uns dabei.

Über noch einmal schöne Talschaften fahren wir in Richtung Vorarlberg weiter und erreichen nach ein paar tollen Eindrücken wieder unser Hotel.

POI

WP9    - Donautal
WP17  - Höchsten

5. Tag - Allgäu pur und Deutschlands höchster Pass

Streckenlänge: ca. 263 km

Und schon ist der letzte Tag dieser Woche angebrochen. Heute erleben wir Allgäu hardcore. Wir fahren ausschließlich durch diesen extra für Motorradfahrer geschaffenen Landstrich. Die 5 km bis Bregenz legen wir wieder auf der Autobahn zurück. Direkt an der Autobahnabfahrt beginnt die Langener Straße. Sie führt uns über Langen nach Weiler im Allgäu.

Über kleine und kleinste Straßen fahren wir nun durch das wunderbare Allgäu. Eglofstal, der Argenbühl, und Urlau liegen auf unserer Strecke. An Leutkirch vorbei fahren wir nach Illerbeuren. Bei genügend Interesse könnten wir hier das Schwäbische Bauernmuseum besichtigen. Hier sind in der Tat typische alte Häuser dieser Gegend im Ganzen her transportiert und wieder aufgestellt worden. Sie gewähren uns einen Einblick in das Leben der vergangenen Jahrhunderte. Das Museum hat sehr kompetente Führer, und sie zeigen uns durch ihre Ausführung auf, wie eng doch Vorarlberg mit dem Allgäu verbunden war und immer noch ist. Über Legau und Frauenzell fahren wir über Straßen, die uns mit der Zunge schnalzen lassen zum Glasmacherdorf Schmidsfelden. Hier steht eine Glashütte, die ebenfalls zur Besichtigung einlädt.

Nach Schmidsfelden fahren wir in Form eines schönen Trogtales durch das Herz der Adelegg. Wir erreichen Buchenberg nahe Kempten. Auf gut asphaltierten, aber herrlich schmalen Straßen geht es weiter bis Niedersonthofen. Bei Fischen beginnt die Straße zu Deutschlands, mit 1.407 m Höhe, höchsten Pass, dem Riedbergpass. Auf der anderen Seite fahren wir nach Balderschwang hinunter.

So langsam nähern wir uns der österreichischen Grenze. Durch den Mittleren Bregenzer Wald erreichen wir unseren letzten Pass für heute, den Losenpass auf 1.140 m Höhe oder im Dialekt ganz einfach Bödele genannt. Früher gab es hier von Schwarzenberg zum Bödele hinauf ein Bergrennen. Das Bödele ist gleichzeitig auch der Hausberg von Dornbirn. Wir erhaschen also bei der Abfahrt  einige wunderbare Blicke von Dornbirn, dem Rheintal und sogar dem Bodensee.

Mit hoffentlich viel Wehmut erreichen wir unser Hotel und Sie denken vielleicht schon an die nächste Tour, die Sie mit Nicebike durchführen möchten.

POI

WP5    - Kreuzthal
WP20  - Riedbergpass