/>T3 Detail Südtirol und Trentino - Nicebike

Südtirol Trentino

Früher umkämpft, heute vereint

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Südtirol und Trentino

1. Tag - Silvretta und Kühtai lassen grüßen

Streckenlänge: ca. 357 km

Wir starten mit einigen wenigen KM auf der Autobahn, bevor wir in das Montafon abzweigen. Durch die ganze Talschaft Montafon hindurch ereichen wir ganz am Ende Partenen. Dort beginnt die Silvretta Hochalpenstraße und wir bekommen schon den ersten Vorgeschmack, auf das, was uns diese Woche ständig begleiten wird. Kurven, bis einem schwindelig wird. Wir fahren also die Silvretta Hochalpenstraße bis zur Bieler Höhe hoch und oben geniessen wir einen wunderbaren Ausblick über den Silvrettastausee auf den höchsten Gipfel Vorarlbergs, den Piz Buin. Da wir schon ca. 1,5 h unterwegs sind, werden wir uns hier etwas stärken. Von der Staumauer aus bieten sich sehr gute Fotomotive an.

Weiter geht es durch das Paznauntal, mit dem sehr bekannten Wintersportort Ischgl, bis nach Landeck. Wir befahren noch einmal für nur wenige Kilometer die Autobahn, damit wir dem ständigen Stau um Landeck herum entkommen. Beim Eingang des Ötztales verlassen wir schon wieder die A22 und fahren bis Ötz, dass gleich am Anfang des Tales liegt. Dort zweigen wir zu unserem zweiten Höhepunkt unseres heutigen Anreisetages ab. Wir fahren nach Kühtai, ein weiterer Wintersportort. Der Kühtaisattel bildet hier den höchsten Punkt. Das karge Sellraintal bringt uns dann zur Brenner-Landstraße, die wir zur Gänze bis zum Brennerpass und später bis Bozen befahren. Wir sind in Südtirol.

Da im gleichen Tal die stark befahrene Brennerautobahn entlang führt, ist diese Straße im Normalfall eher verkehrsarm und sehr gut zu befahren. Außerdem ist das gesamte Tal so besser wahrzunehmen und es bieten sich jede Menge toller Aussichten. In Sterzing werden wir unsere letzte Pause machen, ehe wir in unserem Hotel in Bozen eintreffen.

POI

WP2   - Bieler Höhe
WP6   - Kühtai
WP11 - Brennerpass
WP12 - Sterzing

2. Tag - Im Herzen des Trentinos

Fahrstrecke: ca. 375 km

Wir fahren zuerst der Etsch entlang bis wir Auer erreichen. Hier geht es über einige Serpentinen hoch zum Passo San Lugano, womit wir zum erstenmal ins Trentino einfahren. Das Fleimstal oder auch Val di Fiemme ist unser nächstes Ziel. Molina ist der nördliche Basisort für die Strecke zum Manghenpass, die ca. 40 km lang ist und auf der anderen Seite das Val Sugana erreicht. Der Manghen wird zu Unrecht nicht so gewürdigt, wie die berühmteren Pässe der Dolomiten wie z.B. der Pordoipass, der Falzaregopass, das Sellajoch usw. Dabei bieten die Anfahrten beiderseits viele fahrerische Leckerbissen. Auf 2.047 m Höhe steht man dann auf einer relativ kleinen Passkuppe und man kann am Gipfelkreuz die Südseite mit den engen, in den Berg geschlagenen Serpentinen begutachten. Allerdings sollte man etwas schwindelfrei sein, so steil geht es da hinunter.

Im Val Sugana streben wir Levico Terme zu. Kurz davor zweigen wir ab. es geht zur Kaiserjägerstraße. Diese Straße wurde, wie so viele andere auf beiden Seiten, für die kämpfenden Truppen des Ersten Weltkrieges, als Versorgungsstraßen gebaut. Natürlich als Schotterwege. Erst in der jüngeren Zeit wurden dann diese Straße nach und nach asphaltiert.  Heute kommen wir in den Genuß, diese Straßen mit unseren Motorrädern zu befahren. Auf in etwa halber Höhe erreichen wir den Aussichtspunkt Belvedere und können einen herrlichen Ausblick auf das Val Sugana, den Caldonazzosee sowie auf den Levicosee werfen.

Wir fahren weiter und erreichen die Hochebene der Sette Comuni (Sieben Gemeinden) mit dem Hauptort Asiago. Dieses Gebiet hat sich bis heute als deutsche Sprachinsel gehalten. Es wurde um das Jahr 1000 von bayrischen und tirolischen Bauern besiedelt. Wenn wir also heute noch einige Brocken Deutsch hören, werden sie einen bayrischen Klang haben. Auf einem kleinen Hügel bei Asiago ist eines der größten Kriegerdenkmäler des Trentinos errichtet worden, das Ossarium. Hier liegen ca. 54.000 gefallene Soldaten beider Seiten begraben. Dieses Gebiet war Hauptkampflinie des Ersten Weltkrieges.

Wir erreichen den östlichen Rand dieser Hochebene und fahren über enge Kehren wieder in das Val Sugana hinunter.  Bei Grigno geht es aber schon wieder bergwärts und wir streben dem Passo Broncon zu. Der Pass ist nicht sehr hoch aber durch diesen typischen Charakter der Trentiner Bergstraßen wähnt man sich absolut im Hochgebirge. Der nächste Pass auf unserer Strecke ist der Passo Rolle. Den zweithöchsten Punkt unserer heutigen Tour erreichen wir mit dem Passo Valles.

Langsam nähern wir uns dem Fassatal. Vorher gilt es aber noch den Passo San Pellegrino zu bezwingen. Im Fassatal fahren wir den Fluß Avisio entlang und einige Kilometer weiter geht das Fassatal nahtlos in das Fleimstal über. Bei Tesero, im Fleimstal,  fahren wir zuerst zum Passo di Pramadiccio gefolgt vom  Passo di Lavazé, unseren letzten Pass für heute.  Wir sind wieder im Südtirol. Über das Eggental erreichen wir Bozen und unser Hotel.

POI

WP4   - Passo Manghen
WP5   - Kaiserjägerstraße
WP6   - Asiago
WP8   - Passo Brocon
WP9   - Passo Rolle
WP10 - Passo Valles
WP11 - Passo San Pellegrino
WP13 - Passo Lavazé

3. Tag - Die Sellarunde

Fahrstrecke: ca. 323 km

Heute Fahren wir in das Gebiet, wofür das Trentino weltberühmt ist. In die Dolomiten. Dieses Kalksteingebirge bietet den Besuchern die unglaublichsten Felsformationen. Durch eine Vielzahl von Straßen, die kreuz und quer durch die  Dolomiten ziehen, können wir bequem dieses grandiose Naturschauspiel geniesen.

Wir fahren zuerst das ganze Eggental bis zum Karerpass. Dabei passieren wir auch den tiefgrün schimmernden Karersee. Wählt man den richtigen Standpunkt, ist im Hintergrund über den Bäumen das Latemargebirge zu sehen. Ein wunderbares Fotomotiv. Viele Sagen ranken sich um den Karersee.

Naja. Wir müssen auf alle Fälle wieder hinunter ins Fassatal, dass wir von gestern schon kennen. Wir erreichen Canazei, den Ausgangsort für die Sellarunde. Schon bei der Anfahrt nach Canazei, können wir im Hintergrund den mächtigen Sellastock mit seiner höchsten Erhebung, dem Piz Boe, 3.152 m hoch, sehen. Die Sella ist eine Ansammlung einiger Berggipfel die sehr eng zusammen stehen. Dadurch wirkt die Sella wie ein einziger mächtiger Berg. Gleich nach Canazei geht die Straße hoch zum Passo Pordoi. Von hier führt eine Seilbahn zum Sass Pordoi, von wo man einen sagenhaften Ausblick auf die umliegenden Berge hat. Z.B. auf die südlich gelegene Marmolada mit 3.343 m Höhe das höchste Massiv der Dolomiten. Wir werden heute noch ganz nah daran vorbei fahren. Oder westlich auch auf die zackigen Schrofen des Langkofels und des Rosengartens mit Schlern.

Wir fahren weiter auf der Großen Dolomitenstraße und kommen nach Arabba. In Arabba schwenken wir auf Norden ein und überqueren den zweiten Pass der Sellarunde. Es ist der Passo Campolongo.  Bei Corvara di Badia, ein weiterer sehr bekannter Wintersportort, zweigen wir nach Westen ab und fahren auf das Grödnerjoch hoch. Der dritte Pass der Runde. Die nächsten beiden Pässe der Sela de Culac und das Sellajoch sind in etwa auf dem gleichen Höhenniveau. Erst vom Selljoch geht es ganz hinunter zu unserem Ausgangsort Canazei und die Runde schließt sich.

Kaum in Canazei angelangt erwartet uns schon wieder ein Anstieg zu unserem nächsten Pass. Der Passo di Fedaia. Auf der ganzen Anfahrt bis zum Pass sehen wir zu unserer rechten Seite, wie schon vorher erwähnt, die Marmolada. Der eisige Hauch des Marmoladagletschers wird uns auf der Passhöhe streifen. Unmittelbar vor dem Pass ist der Lago di Fedaia, ein eiskalter Bergsee.

Über eine natürlich wieder sehr kurvenreiche Straße erreichen wir vom Süden her den Falzaregopass. Auch von diesem Pass aus sind rund herum einige Berge zu bestaunen. Unter anderem der Lagazuoi, ein weiterer sehr stark umkämpfter Berg im Ersten Weltkrieg. Heute ist der Berg quasi als "lebender Zeuge" zu einem Museum ausgebaut worden. Man kann die Stellungen, die von den Österreichern und den Italienern in die Felsen gebaut wurden, erwandern.

Nur ein paar Meter weiter, ist der Valparolepass. Von dort fahren wir ins Gadertal hinunter. Bei San Martino in Badia geht's schon wieder hoch zum Würzjoch. Über kleine Sträßchen nähern wir uns langsam dem Eisacktal. Zum krönenden Abschluss fahren wir bis kurz vor St. Ulrich in das Grödnertal ein. Dort zweigen wir in Richtung Seiser Alm ab und fahren durch Kastelruth und Seis am Schlern. Wir werden den markanten Sagenberg Schlern von ganz nahem sehen. Dann geht es wieder hinunter ins Eisacktal und der Brennerstraße entlang nach Bozen.

POI

WP2   - Passo Pordoi
WP4   - Grödner Joch
WP6   - Sellajoch
WP7   - Passo Fedaia
WP9   - Passo Falzarego
WP11 - Würzjoch
WP16 - Schlern Gebiet

4. Tag - Die drei Zinnen

Fahrstrecke: ca. 315 km

Wir fahren heute in das von Bozen aus im Osten gelegene Obereggener Gebiet. Dieses Mal nicht durch das Eggental sondern über St. Kathrein und Tiers, direkt unter dem Rosengarten vorbei, auf den Nigerpass, weiter zum Karerpass und hinunter in das uns schon bekannte Fassatal. Wir fahren bis Moena und dann den Passo San Pellegrino hinauf. Über Falcade und Alleghe erreichen wir dann den südlichen Basisort Selva di Cadore. Ab hier ist die Straße, hoch zum Passo di Giau, mit einigen knackigen Kurven gespickt. Jetzt geht es nach Cortina d'Ampezzo.

Von Cortina aus beginnt der Anstieg zum Passo Tre Croci  und weiter zum Col Sant'Angelo. Dieser Pass liegt direkt seitlich am Misurinasee und wir haben einen ersten wunderbaren Blick auf die Drei Zinnen.  Direkt am Albergo Dolomiti zweigt eine Mautstraße zu den Drei Zinnen ab. Am Fuße der Drei Zinnen haben die geschäftstüchtigen Italiener das Rifugio Auronzo gebaut, mit jeder Menge terrassenartig angelegter Parkplätze ringsum. Und wiederum hat man von hier oben einen traumhaften Ausblick auf die Dolomiten. Abgesehen von den nadelspitzen Berge ringsum kann man bei gutem Wetter bis zur Sella sehen.

Wenn wir uns satt gesehen haben, fahren wir über den Passo Cimabanche nach Cortina zurück. Die Runde hat sich geschlossen aber für uns ist noch lange nicht Feierabend. Von Cortina aus fahren wir auf der Großen Dolomitenstraße, diesesmal aber umgekehrt, zum Falzaregopass und nach Arabba zurück. Von Arabba erleben wir noch einmal genau die selbe Strecke wie gestern, bis hoch zum Grödnerjoch. Ich denke es gibt schlechtere Wiederholungen aber ansonsten erreichen wir Wolkenstein, der östliche Anfang des Grödnertales, nicht. Heute fahren wir das gesamte Grödnertal durch. So langsam fahren wir wieder ins Eisacktal hinunter und die Brennerstraße hat uns noch einmal für ein kurzes Stück nach Bozen.

POI

WP1   - Nigerpass
WP5   - Passo di Giau
WP8   - Drei Zinnen
WP16 - Grödnertal

5. Tag - Im Herzen des Südtirols

Fahrstrecke: ca. 264 km

Heute fahren wir in die Hügellandschaft des Überetsch, anders ausgedrückt, wir sind mitten im bekanntesten Weinanbaugebiet des Südtirols, nämlich in der Gegend von Kaltern. Nur wenige Kilometer von Bozen beginnt dieses Gebiet, dass so berühmte Ortschaften wie St. Pauls, Eppan oder eben Kaltern beinhaltet. Alle diese Orte liegen an der Südtiroler Weinstraße, die bis kurz vor Salurn, dem Ende des Südtirols, reicht. Wir werden diese Straße morgen bei unserem Weg zum Gardasee noch zur Gänze durchfahren.

Für heute fahren wir aber "auf die Mendel aui",  so wie der Südtiroler sagt. Also wir fahren den Mendel hinauf, gemeint ist dabei der Mendelpass. Das ist auch wieder so eine abenteuerliche Straße, wie sie für diese Gegend typisch ist. Zuerst fahren wir noch in weiten Kurven durch den Wald und dann geht's ans Eingemachte. Auch diese Straße ist regelrecht in den Felsen hinein gesprengt worden. Kurz vor dem Mendelpass sind noch einige scharfe Kehren zu bezwingen. Wenn wir die Passhöhe erreicht haben befinden wir uns auch gleichzeitig im gleichnamigen Ort Mendel.

Ungefähr in der Mitte des Ortes fahren wir dann eine nur 3,9 km lange Stichstraße zum Penegal hoch. Der Penegal ist einer der schönsten Aussichtsberge des Südtirols. Von hier sieht man die Brenta-Gruppe im Südwesten, die Ortler-Alpen im Westen und im Osten die Dolomiten. Vor allem der Rosengarten und der Schlern ist von hier aus wunderschön zu sehen. Auch Bozen und Kaltern mit dem Kalterersee ist tief unter uns zu sehen.

Wir verlassen den Penegal und fahren nun wieder über viele Kurven dem Hofmahdjoch zu. Das Hofmahdjoch ist ein Parallelpass zum Gampenpass. Da aber das Hofmahdjoch nicht so bekannt ist, werden wir mit wenig Verkehr rechnen können und die Straße ganz für uns haben. Auf der nördlichen Seite fahren wir durch schöne Lärchenwälder ins Ultental ein. Kurz vor Lana nimmt das Tal die Züge einer Schlucht an und wir gleiten ziemlich nah an den Felsen vorbei. Dann Meran und weiter ins Passeiertal bis nach St. Leonhard. Dort teilt sich die Strecke entweder zum Timmelsjoch ins Ötztal oder auf den Jaufenpass hinauf. Wir nehmen heute den Jaufenpass. Das Timmelsjoch könnten wir z.B. auch für die Heimreise ins Auge fassen. Wie gesagt, wir fahren heute den Jaufenpass hoch und auf der anderen Seite wieder nach Sterzing hinunter, dass wir schon von der Anreise her kennen. Natürlich könnten wir trotzdem noch einmal eine Pause einschieben, bevor wir das Penserjoch anfahren.

Die Straße der Nordseite führt komplett im Wald entlang und man hat nicht viele Ausblicke. Kurz vor dem Joch lichtet sich der Wald aber und wir sind auf dem sehr kargen Penser Joch. Hier pfeift immer der Wind. Das Penser Joch trennt das Obere Eisacktal und das Sarntal wirklich wie eine natürliche Mauer.

Nach den üblichen Fotos fahren wir dann ins Sarntal ein. Dieses Tal ist eine der schönsten zu befahrenden Talschaften im Südtirol. Wenn wir nicht schon in Sterzing einen Einkehrschwung gemacht haben, finden wir hier einige Restaurationen, die zum Verweilen einladen. Beim Kreisverkehr vis-a-vis der Tischlerei Kross verlassen wir das Sarntal und fahren in Richtung Klobenstein. Diese Gemeinden liegen auf dem Hausberg von Bozen, dem Ritten, mit dem Rittner Horn als höchste Erhebung. Bei Klobenstein machen wir noch einmal einen kurzen Abstecher zu den sehenswerten Erdpyramiden. Gegenüber von Klobenstein müssten wir eigentlich auch den Schlern mit dem dahinterliegenden Rosengarten sehen. Über einige enge Kurven fahren wie nach Bozen hinunter.

POI

WP2   - Mendelpass
WP3   - Penegal
WP6   - Hofmahdjoch
WP8   - Jaufenpass
WP9   - Penser Joch
WP13 - Erdpyramiden

6. Tag - Gardasee

Fahrstrecke: ca. 295 km

Nicebike hat sich gedacht, wenn wir schon in Bozen sind, könnten wir eigentlich auch zum Gardasee fahren. Und weil er auch zum größten Teil im Südtirol und Trentino liegt, dass Moto dieser Woche, gehört er ja schließlich auch dazu. Also nichts wie hinunter die lächerlichen 100 km auf der Autobahn - könnte man machen aber...

Da wir ja die Autobahnen so gut wie möglich meiden fahren wir natürlich den Landstraßen entlang. Dieses Mal auf der gesamten Strada del Vino - der Südtirolischen Weinstraße. Zuerst fahren wir durch St. Jakob und Leifers bis nach Pfatten. Ein Dorf mit gefühlt ca. 10 Häuserm, mitten in den Obstplantagen des Etschtales. Bei der Laimburg fahren wir über den Rücken des Montiggl hinüber ins Überetsch direkt auf den Kalterer See zu. Die Fahrt führt durch Tramin bis nach Mezzocorona, alles Ortschaften an der Weinstraße. Der Molvenosee ist unser nächstes Etappenziel und weiter über den kleinen Passo del Ballino, erreichen wir den Gardasee. Aus den 100 km sind es jetzt 126 aber wesentlich interessantere Kilometer geworden. Wir machen eine ausgiebige Pause in Riva del Garda am Gardasee. Tip für die Frauen unter uns. Es gibt hier tolle Schuhgeschäfte. Vom Ufer des Gardasees können wir einen Blick auf den Monte Baldo werfen. Falls Sie Lust und Muße haben, könnten Sie diesen Berg auch mit der Nicebike-Tour Gardsee und Umgebung kennen lernen. Glauben Sie mir, es rentiert sich.

Für heute kehren wir dem Monte Baldo den Rücken und es geht wieder in Richtung Norden zu unserem Basishotel. Aber natürlich wiederum nicht auf der Autobahn, denn wir bauen noch eine höchst interessante Schleife ein. Wir fahren über den Monte Bondone zurück. Zuerst erklimmen wir über einige knackige Kehren und einem schmalen Sträßchen, den Passo Santa Barbara. Es geht immerhin innerhalb von ca. 20 km von 65 m Höhe Gardasee, auf 1.169 m Höhe des Passes hinauf. Wir bleiben in etwa auf diesem Niveau und kreuzen den Passo Bordola. Nun geht es etwas sanfter ins Etschtal hinunter, direkt nach Trient oder Trento, der Hauptstadt des Trentinos. Wir fahren auf der Tangentiale an Trient vorbei und entern den Einstieg zum Monte Bondone. Ein unvergleichliches Kurvenparadies bis hoch zum Passübergang liegt vor uns. Wir bekommen noch einmal Kurven satt. Dann an der Ostseite des Bondone hinunter nach Vezzano und wir vollenden die Schleife und fahren durch einen langen Tunnel, der uns wieder nach Trient führt.

Nun könnten wir die restlichen paar Kilometer nach Bozen auf die Autobahn gehen. Aber irgendwie verlangt mein Motorrad noch etwas nach Kurven und ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn ich Euch das Val di Cembra vorenthalten würde. Also hinüber nach Lavis und das Val di Cembra hoch an dessen Talsohle der Avisio fließt, jener Fluß, der uns durch das Fassa- und Fleimstal schon einmal begleitet hat. Bei Capriana verlassen wir dieses sonnendurchflutene Tal und fahren zum Passo di San Lugano hoch. Nun geht es aber endgültig in Richtung Bozen. Über traumhafte Serpentinen, wo wir noch einmal einen grandiosen Blick über das Etschtal werfen können, fahren wir nach Auer hinunter. Wir grüßen ein letztesmal den Kalterer See und fahren zu unserem Hotel.

POI

WP2   - Laimburg
WP3   - Strada del Vino
WP12 - Gardasee
WP13 - Passo San Barbara
WP18 - onte Bondone

7. Tag - Es geht nach Hause

Fahrstrecke: ca. 278 km

Es geht nach Hause. Aber auch die Heimreise wird von Nicebike wie gewohnt, abwechslungsreich getaltet. Zuerst fahren wir auf der Schnellstraße nach Meran. Dann fahren wir fast durch das ganze Vintschgau durch, zweigen aber bei Schluderns in Richtung der schweizer Grenze ab. Wir fahren ins Engadin ein

Bei Santa Maria haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder fahren wir, so wie vorgesehen das Val Müstair bis zum Ofenpass hoch. Zur Auswahl stehen aber auch der Umbrailpass und das Stilfser Joch. Welche Variante es werden soll, besprechen wir beim Briefing am Vorabend.

Fürs erste bleiben wir auf der Grundroute. Also wir sind am Ofenpass. Nun geht es hinunter ins Unterengadin nach Zernez. Ein paar Kilometer den Inn entlang, der um das Gebiet von St. Moritz entspringt, fahren wir bis Susch und zweigen dort auf die Straße zum Flüalapass ab. Gegenüber dem eher lieblichen Ofenpass ist der Flüala sehr karg und man wähnt sich irgendwo im hohen Norden, wo nur noch Moose und Flechten zwischen den Steinen wachsen, obwohl er nur wenig höher ist. Die Straße führt durch ausgedehnte Geröllfelder hinunter nach Davos. Über den Wolfgangpass verlassen wir die Davoser Gegend und das Prättigau und fahren bei Landquart ins obere Rheintal ein. Der letzte kleine Höhepunkt unserer Heimreise bildet noch der kleine Übergang St. Luzisteig, wo die Straße durch eine Schweizer Kaserne, ja, richtig gehört, führt. Wir fahren durch Liechtenstein nach Vorarlberg ein.

POI

WP6   - Ofenpass
WP7   - Flüalapass
WP15 - St. Luzisteig