/>T11 Detail Trentino/Veneto - Nicebike

Trentino Veneto

Die Region der Burgen und Gedenkstätten

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Trentino/Veneto

1. Tag - Arlbergpass, Timmelsjoch, Jaufenpass und Penserjoch

Streckendaten: ca. 423 km

Es geht los. Die ersten 135 Kilometer legen wir auf der A14 zurück. Es ist zwar Autobahn aber sie ist wunderbar in die Landschaft eingegliedert. Links und rechts der Talschaften werden wir schöne Aussichten auf die umgebenden Berge haben. Außerdem verlassen wir auf der Hälfte der Strecke die Autobahn, um den Arlbergpass zu überqueren. Zuerst wird das gesamte Ötztal durchfahren und dann beginnt der Anstieg zum Timmelsjoch. Das Timmelsjoch ist auch gleichzeitig der höchste KFZ-taugliche Passübergang Österreichs.

Haben wir das Timmelsjoch überquert, geht es zunächst auf einer vormals vom Militär Italiens gebauten engen Straße hinunter nach St. Leonhard im Passeiertal. Direkt von St. Leonhard in Passeier beginnt die Passstraße zum Jaufenpass. Über eine knackige und kurvenreiche Strecke geht es hinauf. Die Abfahrt in Richtung Sterzing bietet einen großen fahrerischen Genuss. Sind wir unten angelangt, können wir entscheiden, ob wir diesem schönen Städtchen einen Besuch abstatten wollen, oder ob wir kurz vor Sterzing rechts abbiegen und die Straße zum Penser Joch in Angriff nehmen wollen. Die nördliche Anfahrt führt durch reichlich Wald und man erhascht eher selten einen Blick auf die umgebende Bergwelt. Kurz vor dem Penser Joch lichtet sich der Wald und wir tauchen in eine grandiose Bergwelt ein. Das Joch bildet regelrecht eine Mauer zwischen dem nördlichen Anstieg und dem anschließenden Sarntal. Dieses ca. 45 km lange Tal ist für Motorradfahrer eines der schönsten Täler des Südtirols. Immer an der Talfer entlang geht es bis nahe Bozen.

Nur noch ca. 40 Landstraßenkilometer, bis wir Trient und somit den Eingang zum Valsugana erreichen. Noch weitere 20 km und wir sind in Levico Terme, wo unser Hotel auf uns wartet, angelangt.

POI

WP1 - Arlbergpass
WP4 - Timmelsjoch
WP5 - Jaufenpass
WP6 - Penserjoch

2. Tag - Pässerondo

Streckendaten: ca. 238 km

Heute erwarten uns zusätzlich zu einigen bekannten Pässen auch weniger bekannte Pässe. Einer dieser Pass ist der Manghenpass, der heute unser erster Fixpunkt ist. Dabei hat er alles und sogar noch ein bisschen mehr, um absolut in der Oberliga der Trentiner Pässe mit zu spielen. Auf der anderen Seite fahren wir ins Val di Fiemme, oder zu deutsch Fleimstal, ein. Dieses Tal bringt uns zur Anfahrt unseres zweiten Passes am heutigen Tag. Bei Moena, das zugleich den Anfang des Fassatales bildet, zweigen wir rechts ab und fahren zum Passo San Pellegrino hinauf. Jetzt geht es Schlag auf Schlag bzw. Pässe auf Pässe. Der nächste Pass ist der Passo Valles und anschließend, nach wenigen Fahrkilometern der Passo Rolle. Hier fasziniert uns vor allem ein kleines Matterhornabbild, der Zacken des Cimon della Palla.

Auf einer gut ausgebauten Straße fahren wir allmählich  zu unserem Basishotel zurück. Dabei überqueren wir aber zuerst noch den Passo Gobbera und den Passo Broncon. Wir sind also noch nicht ganz fertig mit den Pässen. Der für heute siebte und letzte Pass, der Passo della Forcella, bringt uns wieder ins Val Sugana hinunter. Jetzt sind es wirklich nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Hotel.

POI

WP1 - Passo Manghen
WP2 - Passo San Pellegrino
WP3 - Passo Valles
WP4 - Passo Rolle
WP6 - Passo Broncon

3. Tag - Über Täler und Berge - die Sellarunde

Streckendaten: ca. 405 km

Die längste Etappe der gesamten Tourwoche. Wir fahren heute in das Herzstück der Dolomiten, zum Sellastock. Dieses Massiv, kurz Sella genannt, besteht eigentlich aus mehreren Gipfeln, wobei der Piz Boe mit 3.152 m der höchste aller Gipfel ist. Aber der Reihe nach.

Wir halten uns von Levico aus gesehen nordwärts, streifen das Val di Cembra und gelangen wieder in das Val di Fiemme mit dem anschließenden Val di Fassa. Heute durchfahren wir zur Gänze beide Täler. Dann geht sie los, die Sellarunde. Sie besteht aus den Pässen - Passo Pordoi, Passo di Campolongo, Passo di Gardena, Sella del Culac, Passo di Sella und dem Col de Toi. Dann führt uns die Straße wieder nach Canazei hinunter und die Runde ist abgeschlossen.

Aber es hört noch nicht auf. Canazei ist für einen weiteren Pass die Ausgangsbasis. Die Rede ist vom Passo di Fedeia. Rechter Hand sehen wir die Marmolada und haben somit in komprimierter Form die wohl bekanntesten und auch impossantesten Massive der Dolomiten kennen gelernt. Außerdem befinden wir uns jetzt in der Region Venetien. Nach dem Passo di Fedeia fahren wir wieder zur großen Dolomitenstraße zurück und gelangen zum Passo Falzarego. Wir geniesen hier einen wunderbaren Blick zurück zur Sella aber auch zum Lagazuoi, einem weiteren Schicksalsberg zwischen den Österreichern und den Italienern.

Nun fahren wir weiter auf der großen Dolomitenstraße in Richtung Cortina d'Ampezzo und zweigen aber wenige Kilometer davor auf die Straße zum Passo di Giau ab. Somit haben wir die "must have" Pässe der Dolomiten abgefahren, sind aber noch nicht am Ende angelangt. Es folgen noch vier Pässe, der Passo Staulanza,  der Passo Duran, der Forcella Franche und der Passo Cereda. Die Straße des für heute, nach insgesamt 13 befahrenen Pässen, letzten Passes, führt uns ins Primiero und schließlich ins Valsugana zurück. Nicht mehr weit bis zum Hotel.

POI

WP2   - Passo Pordoi
WP4   - Grödner Joch
WP6   - Sellajoch
WP7   - Passo di Fedeia
WP9   - Passo di Giau
WP10 - Passo Staulanza
WP11 - Passo Duran
WP12 - Forcella Franche
WP13 - Passo Cereda

4. Tag - Die drei B's - Bondone, Brasa und Baldo

Streckendaten: ca. 317 km

Heute fahren wir Richtung Süden zum Gardasee. Auf dem Weg dorthin werden wir zuerst den Monte Bondone kennen lernen. Wir fahren über eine sehr gut ausgebaute, kurvenreiche Strecke, auf der jedes Jahr im Juli ein Bergrennen abgehalten wird. Immer auf dem Rücken des Bondone entlang geht es weiter, bis wir über den Passo Bordala und dem St. Barbara Pass oder auch Passo Creina genannt,  zum Gardasee hinunter fahren.

Dort fahren wir am Westufer die Gardesana Occidentale entlang, bis wir die Einmündung zur Brasaschlucht auf der rechten Seite der Straße erreichen. Sie werden Augen machen und sich wundern,  wo man überall Straßen bauen kann. Kurz vor Gargnano stoßen wir wieder auf den Gardasee und fahren weiter bis nach Toscolano Maderno. Dort wartet die Fähre auf uns, die uns ans Ostufer des Gardasees, nach Torri del Benaco, bringt.

Nun nehmen wir das dritte B in Angriff, den Monte Baldo. Über die Westflanke geht es hinauf nach Caprino Veronese. Die Straße steigt zum Teil im zweistelligen Prozentbereich bis zum Passo Cavallo di Novezza an. Die danach folgende Pra Alpesina markiert den höchsten Punkt der Strecke. Die Alpe bietet Käse zum Verkauf an. An einer aufgestellten Tafel kann man sich über die im Osten zu sehenden Monte Lessini orientieren. Unter anderem sehen wir auch den Monte Pasubio, den wir diese Woche noch besuchen werden. Ab Pra Alpesina verläuft die Straße eben und wir fahren durch viel Wald, direkt am steil abfallenden Hang entlang bis zu einem weiteren Highlight, das Rifúgio Bocca di Navene. Hier haben Sie einen grandiosen Ausblick auf den tief unter uns liegenden Gardasee und auf die gegenüber liegenden Bergamasker Alpen. Das Rifùgio ist für eine Pause geradezu prädistiniert, da hier auch gute Speisen angeboten werden. Wenn wir uns satt gegessen und gesehen haben, fahren wir ins Etschtal hinunter und streben über Rovereto wieder unserem Hotel zu.

POI

WP1   - Monte Bondone
WP2   - Passo Bordala
WP3   - Passo Santa Barbara
WP4   - Basraschlucht
WP12 - Passo del Casello
WP13 - Cavallo di Novezza
WP14 - Bocca di Navene

5. Tag – Sette Comune und Monte Grappa

Streckendaten:  ca. 283 km

Heute wird es geschichtlich und auch etwas nachdenklich. Wir befahren mit der Hochebene von Asiago und des Monte Grappa zwei Brennpunkte des Ersten Weltkrieges. Mit den als Mahnmal gebauten Gedenkstätten bei Asiago und dem Monte Grappe werden wir zwei der größten Bauwerke sehen. Es sei aber vermerkt, dass der Hauptgrund dieser Tagestour nicht der Besuch dieser Kriegerdenkmäler ist, sondern das es die wunderbaren Straßen und die wirklich sehr schönen Landschaften dieser beiden Gebiete sind.

Zunächst also fahren wir zum Pass Valico della Fricca. Wir sind auf der Hochebene von Folgaria und fahren bei Carbonare in das Valdastico ein. Bei Pedescala verlassen wir das Tal und fahren über eine mit Spitzkehren gespickte Straße zur Hochebene der Sette Comuni hinauf. Auf der Strecke liegen der Reihe nach Rotzo, Roana, Asiago, Gallio, Foza und Enego und somit 6 der historischen 7 Gemeinden. Asiago ist der Hauptort der Sette Comuni. Mit Enego verlassen wir die Hochebene und stoßen auf das östliche Valsugana.

Wir folgen dem Valsugana für ein paar Kilometer und zweigen kurz vor Cismon del Grappa auf die Straße zum Monte Grappa ab. Über diese landschaftlich äußerst reizvolle Strecke erreichen wir schließlich den Gipfel des Monte Grappa. Hier befindet sich, wie schon vorher angedeutet, eine der größten Gedenkstätten, das Ossario Monte Grappa, des Ersten Weltkrieges. Beim Verlassen des Monte Grappa befahren wir eine sehr schöne und kurvenreiche Straße hinunter nach Bassano del Grappa. Diese Stadt passieren wir aber nur ganz am nördlichen Rande und wenden uns dem Brentatal zu. Bei Valstagna verlassen wir das Brentatal und fahren über insgesamt 19 Spitzkehren, die es in sich haben, wieder auf die Hochebene der Sette Comuni zurück, die wir bei Foza erreichen.

Nun geht es über die schon bekannte Straße zurück bis Asiago. Dort zweigen wir auf die Straße zum Passo Vezzena ab.  In weiterer Folge fahren wir noch einmal über den Valico della Fricca und schließlich wieder nach Levico Terme.

POI

WP1   - Passo Valico della Fricca
WP3   - Ossario Asiago
WP8   - Monte Grappa
WP10 - Straße nach Foza
WP12 - Passo Vezzena

6. Tag – Die Monte Lessini mit dem Monte Pasubio

Streckendaten: ca. 230 km

Eigentlich haben wir sie schon von unserem Hotel aus die ganze Woche gesehen, die Kaiserjägerstraße. Allerdings weigert sich der Verstand zu glauben, dass es möglich ist, in so einen steilen felsigen Berghang eine Straße hinein zu bauen. Trotzdem ist das den österreichischen Kaiserjägern, darum der Name, gelungen, hier eine Versorgungstraße für die Kämpfe auf der Sette Comuni-Hochebene anzulegen. Sie sehen, leider wird immer wieder der Erste Weltkrieg bemüht, aber viele, jetzt gut ausgebauten Gebirgsstraßen des Trentinos und Venetos sind durch diese baulichen Tätigkeiten entstanden und diesem Erbe verdanken wir Motorradfahrer die schönsten Gebirgsstrecken.

Sind wir gestern dem engen Tal Valdastico entlang gefahren, bleiben wir heute auf der Höhe und  streben über die Alpe Fiorentini auf einer wunderbaren in die Landschaft eingebeteten Straße dem Süden zu. Wir überqueren den Passo della Vena und fahren über eine wiederum sehr kurvenreiche Straße nach Arsiero hinunter, um den Passo Zovo zu erreichen. Der nächste Pass ist der Passo Xon. Von nun an streben wir dem Monte Pasubio entgegen. Ab Valli del Pasubio geht es über den Passo Xomo und von dort über eine Stichstraße zur Bocchetta Campiglia.

Es geht weiter zum Passo della Borcola. Auch die Straße durch das anschließende Valle di Terragnolo ist ausgezeichnet zu befahren und im Nu sind wir in Serrada. Hier machen wir einen kleinen Abstecher über den Passo Coe und über den Passo Forcella Valbona. Über den für uns schon bekannten Pass Valico della Fricca fahren wir hinunter zu unserem Basishotel.

POI


WP1   - Kaiserjägerstraße
WP3   - Passo della Vena
WP5   - Passo Zovo
WP6   - Passo Xon
WP8   - Passo Xomo
WP9   - Borchetta Campiglia
WP10 - Passo della Borcola
WP11 - Passo Coe
WP12 - Passo Valbona
WP13 - Passo Valico della Fricca

7. Tag – Über das Vintschgau nach Vorarlberg

Streckendaten: ca. 369 km

Und schon geht es wieder nach Hause. Auch die Heimreise bietet einige wunderbare Straßen. Wir fahren über das Alta Valsugana und erreichen bei Lavis das Etschtal. Bei Mezzolombardo fahren wir in das Nonstal ein und am Lago di Santa Giustina entlang, bis wir über Revo das Hofmahdjoch erreichen. Durch das Ultental fahren wir hinunter nach Lana und bei Meran zweigen wir in das Vintschgau ab. Das Vintschgau wird in der gesamten Länge durchfahren, bis wir am Ende des Tales zum Reschensee kommen, der auch zugleich die Quelle der Etsch/Adige ist.

Beim Reschenpass passieren wir die Grenze zu Österreich und sind in Tirol. Nach dem Finstermünzpass fahren wir ins Inntal hinunter. Der Inn begleitet uns bis nach Landeck. Landeck ist der östliche Basisort des Arlbergpasses. Auf dem Pass überqueren wir die Grenze zu Vorarlberg und in einer knappen Stunde sind wir in Dornbirn. Hier endet unsere Tour.

POI

WP6   - Passo Castrin
WP9   - Vintschgau
WP10 - Reschensee
WP11 - Reschenpass
WP12 - Hochfinstermünz
WP15 - Arlbergpass