Schwarzwald und Vogesen

Kirschtorte und Flammkuchen

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Schwarzwald und Vogesen

1. Tag - Schau-ins-Land, Feldberg & Co

Streckenlänge: ca. 196 km

Heute werden wir einen Teil des Südschwarzwaldes kennen lernen. Über das Rheintal fahren wir nach Schallstadt, quasi unser Einstieg in den Schwarzwald. Über eine ehemalige Bergrennstrekce fahren wir auf unseren heutigen ersten Vorzeigeberg, dem Schauinsland, hinauf. Die Straße führt uns über weite, schön eingelegte Kurven hinauf. Obwohl es sehr reizen würde, fahren wir diese Bergstraße aber innerhalb der erlaubten Tempolimits, denn die Rennleitung ist ziemlich präsent.  Außerdem braucht kein Mensch eine nochmalige Vollsperrung für Motorräder, wie es sie in der Vergangenheit schon gab. Vom Aussichtspunkt des Schauinsland können wir auf ein weiteres Mittelgebirge, dass wir diese Woche noch besuchen werden, blicken. Schon morgen fahren wir in die Vogesen.

Zum zweiten Vorzeigeberg, dem Feldberg mit 1.493 m die höchste Erhebung des Schwarzwaldes, ist es nicht weit. Nach einer ausgiebigen Labung fahren wir zum Schluchsee hinunter und haben ein Aha-Erlebnis. Nämlich Unteraha und Oberaha, zwei Ortsteile von Aha. Wir werden im Laufe dieser Woche noch weitere eigenwillige Namen für Orte oder Gebiete hören. Weiter geht es über Bernau, durch diverse Hochtäler nach Schönau. Wir haben das Wiesental erreicht. Unser nächster Fixpunkt ist der Belchen. Mit dem Elsässer Belchen (Balon d'Alsace) und dem Schweizer Belchen (Belchenflue) bildet er das sogenannte Belchendreick. Mit zwei weitere Belchen, dem Grande Balon und dem Petit Balon in den Vogesen zusammen bilden diese 5 Berge das Belchen-System. Diese 5 Belchen sollen anscheinend schon den Kelten als Sonnenkalender gedient haben. Belchen ist keltisch und bedeutet - der Strahlende.

Wir fahren auf alle Fälle weiter und erreichen den Passübergang Wiedener Eck. Die in Ost-West-Richtung verlaufende Passstraße ist ca. 30 km lang und verbindet das Wiesental mit der Oberrheinischen Tiefebene. Apropos eigenwillige Gebietsnamen. Die Passstraße führt über das Hintere Elend und Elend ins Münstertal, dass uns in die Tiefebene entlässt in der auch der Kaiserstuhl liegt. Also nicht mehr weit bis Ihringen zu unserem Basishotel.

POI

WP3    - SchauinsLand
WP5    - Feldberg
WP11  - Gr. Belchen

2. Tag - Nördliche Vogesen

Streckenlänge: ca. 339 km

Heute überschreiten wir die Landesgrenze, um zum Nachbarsgebirge des Schwarzwaldes, den Vogesen, zu gelangen. Den Rhein überqueren wir beim Flußkraftwerk Marckolsheim, wo die Franzosen mit einem mächtigen Bauwerk die Fließgeschwindigkeit des Rheines zur Elektrizitätsgewinnung nutzen. Die Straße führt uns direkt am Werk auf der Staustufe vorbei. Ein imposantes Bauwerk. Wir werden heute aber noch ein paar andere sehen. Bei Selestat haben wir die Rheinebene hinter uns gebracht und jetzt beginnt der interessantere Straßenabschnitt. Von jetzt ab heißt es schwindelfrei sein, denn es erwarten uns gefühlt tausende von Kurven. Ein ständiges Hin und Her zwingt uns der Straßenverlauf auf, was uns aber nur recht sein kann. Die Vogesen sind mit einer der besten Gebiete in Europa, die ein Motorradfahrer erleben darf.

Der erste Halt für heute ist beim Mont Seinte-Odilie. Er erhebt sich in der Nähe der Ortschaften Obernai und Barr und wird vom Kloster Hohenburg gekrönt. Der Ausblick in die Oberrheinebene und zu unserem Kaiserstuhl ist phantastisch. Er ist quasi das Pendant zum Schauinsland und wir können die Höhen des Schwarzwaldes sehen.

Nun kommen wir zum nächsten imposanten Bauwerk unserer Tour. Das Schiffshebewerk bei Saint Louis/Arzviller. Es ist eigentlich mehr ein Schrägaufzug. Dieses Werk ist in Europa eine einmalige Sehenswürdigkeit und liegt am Rhein-Marne-Kanal. Dieser "Fahrstuhl für Schiffe" ersetzt seit 1969 17 Schleusen. Wo dafür früher ein ganzer Tag benötigt wurde, wird heute der Höhenunterschied von insgesamt 44 m in 4 Minuten erledigt. Der Hebevorgang geschieht indem ein dementsprechend großer Trog mit Wasser und dem darin befindlichen Schiff, auf einer schiefen Ebene auf Rollen nach oben bzw. nach unten gezogen wird. Es gäbe hier auch die Möglichkeit einer sehr interessanten 30minütigen Führung.

Wir fahren weiter zum Col de Donon auf 718 m Höhe. Ein stiller, einsamer, wunderschöner Pass inmitten einer traumhaften Natur. Hier ganz in der Nähe entspringt das Quellwasser der Saar. Auf dem Berg Donon steht der Vosegustempel, der von Napoleon III errichtet worden ist. Dieser Gipfel war im Ersten Weltkrieg, wie so viele andere, stark umkämpft. Auch hier gibt es, wie auf so vielen Höhen der Vogesen, Soldatenfriedhöfe, die als Kriegerdenkmäler vor diesen unseeligen Zeiten warnen. Unsere Fahrt geht weiter nach Raon l'Étape und von dort weiter zum hohen Jakob oder Col du Haut Jacques der immerhin 605 m hoch ist. Wir folgen der D58 und gelangen zu zwei kurz aufeinander folgenden Pässen, den Col de Mandray (707 m) und den Col de la Sèboue (794 m). Beide Pässe sind verkehrstechnisch nicht wichtig also werden wir freie Straßen befahren können. Unser nächster Pass ist der Col des Bagenelles, 903 m hoch. Hier entspringt die Liepvrette und bildet bis nach Sélestat das Liepvrettetal, besser bekannt als Val d'Argent, zu deutsch Silbertal. Hier waren früher zahlreiche Silberminen in Betrieb und vielleicht finden wir noch einen vergessenen Silberbrocken. Über eine kleine Straße würden wir den Col du Bonhomme erreichen, der zugleich der nördliche Ausgangspunkt der Vogesenkammstraße (Route de cretes) ist.

Wir aber fahren Colmar entgegen. Wieder über die Rheinische Tiefebene und dieses mal am Elektrizitätswerk Vogelgrun vorbei, ganz profan auf einer Brücke, überqueren wir wieder den Rhein. In wenigen Kilometern können wir uns ein kühles Getränk auf der Terrasse unseres Hotels gönnen.

POI

WP8     - Schiffshebewerk
WP10   - Col du Donon
WP13   - Col Haut Jacques

3. Tag - Nördlicher Schwarzwald und Naturpark Südschwarzwald

Streckenlänge: ca. 332 km

Heute nehmen wir uns den nördlichen Schwarzwald vor. Wir verlassen Ihringen in Richtung Norden und fahren durch den gesamten Kaiserstuhl. Dieses durch vulkanische Tätigkeit enstandene Gebiet, zeigt uns seine ganze Schönheit mit seinen zum Teil bizarren Formationen. Der Kaiserstuhl gehört zu den wärmsten Orten Deutschlands. Dadurch eignet er sich auch sehr gut als Weinanbaugebiet. Wir werden jede Menge davon sehen. Bei Teningen erreichen wir den Mittleren Schwarzwald. Über Mußbach und Ottoschwanden fahren wir weiter nordwärts. Die Straße führt uns abermals durch ein kurvenreiches Hochtal weiter nach Norden. Bei Obersteig erreichen wir das Tal der Schutter. Für kurze Zeit folgen wir ihr und bei Schweighausen fahren wir entlang des Geisbaches und erreichen den kleinen Pass Hallenwasen auf 610 m Höhe. Hier teilt sich die Straße und wir fahren auf der L103 weiter. Die abwärts führende Passstraße bringt uns ins Kinzigtal bei Steinach. Und wieder nur ein paar Kilometer weiter fahren wir über eine kleine Straße unserem nächsten Pass zu. Bei Zell am Hammersbach teilt sich das Tal und wir fahren in einem engen Tal der Nordrach entlang bis zum Schäfersfeldpass auf 752 m hoch. Diese Passstraße verbindet das Kinzigtal mit dem Renchtal. Nach Oppenau werden die Kurven enger und wir erreichen das Kloster Allerheiligen. Wir sind jetzt im nördlichen Schwarzwald.

Allerdings ist dieses Kloster heute nur noch eine Ruine, die aber besichtigt werden kann. Weiter geht die Fahrt zum Luftkurort Otternhöfen. Und weil die Luft im Schwarzwald anerkannter maßen sehr gut ist, fahren wir gleich danach durch Seebach, ebenfalls ein Luftkurort. Das Gemeindegebiet Seebachs erstreckt sich bis zum Gipfel der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des nördlichen Schwarzwaldes und dem Mumelsee. Wir haben nun die Schwarzwaldhochstraße erreicht. Bevor wir aber dieses wahre Prachtstück von Straße unter die Räder nehmen, statten wir der Hornisgrinde und dem Mumelsee einen Besuch ab. Dann aber fahren wir auf der B500 wieder gegen Süden. Diese sehr gute, mit einem phantastischen Asphalt ausgebaute Straße bringt uns für ca. 20 km bis zu deren südlichen Ausgangspunkt, zur Alexanderschanze. Durch den sehr guten Zustand können wir ohne weiteres ein höheres Tempo anschlagen und die weiten Kurven so richtig geniesen. Da diese Straße dem Hauptkamm des Schwarzwaldes folgt, haben wir immer wieder die eine oder andere herrliche Aussicht.

Wie schon der Name vermuten lässt, wurde auf dem Pass Alexanderschanze seinerzeit eine Festungsanlage gebaut. Auch diese Anlagen können besichtigt werden, falls gewünscht. Über ein paar Serpentinen geht es dann hinunter nach Bad Peterstal-Griesbach. Das Renchtal hat uns wieder.  Bad Petersbach ist ein Premium Kur- und Wandergebiet. Die Berge werden wieder etwas höher und somit werden die Straßen in den engen Täler wieder kurvenreicher. Der nächste Passübergang ist der Freiersbergsattel auf 740 m Höhe. Durch die starke Bewaldung ringsum sind hier keine Aussichtspunkte gegeben aber durch das Freiersberger Tor beginnt wieder einer jener wunderschönen Wanderwege des Schwarzwaldes. Wir fahren die L93 weiter und stoßen bei Vor Wildschapach auf die L96, die wir südwärts weiter fahren. In Walke zweigen wir rechts auf eine weitere Straße ab, wie sie für den Schwarzwald so typisch sind. Diese kleinen Nebenstraßen führen uns durch viel Wald und sehr kurvenreich weiter. Wir erreichen bei Haslach wieder das Kinzigtal.

Wir fahen weiter südwärts zum Passübergang Heidburg auf 520 m Höhe. Bei Schrahöfe fahren wir in das Tal der Elz ein. Kaum zu glauben, dass dieses kleine Bächlein 121 km weiter in den Rhein fließt. Wir fahren der Elz entlang fast bis zum Quellgebiet in einem weiteren dieser zahlreichen engen Flußtäler des Schwarzwaldes.  Über Schonach und Schönwald erreichen wir schließlich Furtwangen.  Furtwangen stellt ein Zentrum der Uhrenindustrie des Schwarzwaldes, mit den weltbekannten Kuckucksuhren, dar. Außerdem liegt diese Stadt zwischen 850 m und 1.150 m Höhe und ist somit die höchstgelegene Stadt Baden-Würtembergs. Wir werden Furtwangen am fünften Tourtag noch einmal streifen, wenn wir zum Brend fahren. Für heute fahren wir über das Simonswälder Tal der Wilden Gutach entlang. Dieses Tal bringt uns wieder in die Oberrheinische Tiefebene die wir bei Gutach im Breisgau erreichen.  Noch ein paar Nebenstraßen über die Ebene und wir sind wieder in Ihringen.

POI

WP11 - Mumelsee
WP12 - Seiblseckle
WP13 - Alexanderschanze
WP14 - Hundskopf

4. Tag - Südvogesen mit Gr. Ballon und Col de la Schlucht

Streckenlänge: ca. 319 km

Über die schon bekannte Strecke über den Rhein beim Kraftwerk Marckolsheim fahren wir wieder über die Grenze. Den Einstieg in die Vogesen vollziehen wir bei Ammerschwihr. Der erste Pass heute ist der Collet du Linge gleich gefolgt vom Col du Wettstein. Nun geht es weiter zum wahrscheinlich bekanntesten Col in den Vogesen, dem Col de la Schlucht, 1.139 m hoch. Hier treffen 4 Straßen zusammen und man kann von den ansäßigen Restaurants wunderbar den Motorradverkehr beobachten. Ein weitum bekannter Bikertreffpunkt.

Mit dem Col de la Schlucht stoßen wir auf die bekannte Route de Cretes, die ca. 77 km durch die Vogesen führt. Wir halten uns aber nicht lange auf der Route und zweigen am Col du Rothenbach ab. Ab jetzt erwartet uns die nächsten paar Kilometer ein wahres Feuerwerk an Serpentinen. Am Stausee Lac de Kruth-Wildenstein vorbei fahren wir nach Kruth. Dort zweigen wir scharf rechts ab und nehmen uns über eine Nebenstraße weitere Pässe vor. So den Col d'Oderen (884 m) und den Col du Ménil (621 m). Selbstredend, dass es zwischen diesen beiden Pässen sehr kurvenreich weiter geht. Schließlich führt uns diese Straße zum durch den Radsport vermutlich berühmtesten Berg der Vogesen, den Ballon d'Alsace auf 1.165 m Höhe. Der zweite Berg des schon einmal angesprochenen Belchendreieck.

Le Gentiane (1.057 m ) heißt unser nächster Pass und die Straße führt uns am nächsten Stausee, dem Lac d'Alfeld vorbei. Auf dem Weg nach Sewen fahren wir am gleichnamigen See vorbei und kommen in das Tal der Doller. Dem Dollertal folgen wir bis Masevaux und schwenken auf den nächsten Passübergang ein. Der Col du Hundsrück (748 m) verbindet das Tal der Doller mit dem Tal der Thur. Die gesamte Passtraße ist wiederum sehr kurvenreich und wir werden unsere Freude daran haben.

Über Tahnn und Cernay erreichen wir nun den südlichen Ausgangspunkt der Route de Cretes. Mit dem Col de Herrenfluh (835 m) überqueren wir den südlichsten Pass der Route und erreichen wenige Fahrkilometer weiter die größte Gedänkstätte der Vogesen. Hier am Hartmannswillerkopf steht Kreuz an Kreuz als Mahnmal für insgesamt 30.000 gefallene Soldaten. Noch einmal wird uns die ganze Sinnlosigkeit eines Krieges vor Augen geführt. Wiederum nur einige Kilometer weiter fahren wir zuerst über den Col Amic (828 m) um schließlich den Grande Ballon zu erreichen. Dieser Passübergang ist mit 1.343 m der höchste Übergang der Vogesen. Somit haben wir diese Woche drei Berge des Belchensystems gesehen.

Bei Le Markstein verlassen wir die Route de Cretes endgültig und fahren aber eine nicht minder interessante Straße, die uns zunächst wieder an einem Stausee, dem Lac de la Lauch, vorbei führt. Der Col du Bannstein (483 m) ist heute für uns der letzte Pass und wir verlassen bei  Gueberschwihr die Vogesen. Das Rheintal liegt noch vor uns und auch hier fahren wir über die uns schon bekannte Strecke bei Vogelgrun über die Grenze.

POI

WP4   - Collet du Linge
WP5   - Col du Wettstein
WP6   - Col de la Schlucht
WP10 - Ballon d'Alsace
WP16 - Hartmannswillerk.
WP18 - Grande Ballon

5. Tag - Brend und die Hexen

Streckenlänge: ca. 298 km

Heute fahren wir einige Punkte an, für die der Schwarzwald sehr bekannt ist. Angefangen mit dem Kandel. Nach dem wir den Kaiserstuhl verlassen haben, fahren wir bei Waldkirch zum Kandel hinauf. Er ist mit 1.240 m die höchste Erhebung des Mittleren Schwarzwaldes und der Pass liegt auf 1.204 m. Durch seine exponierte Lage werden wir ihn schon bei unserer Anfahrt von Weitem sehen. Über den Kandel führt die Schwarzwälder Panoramastraße bis nach St. Peter am Ende des Glottertales. Noch ein paar Kilometer über gut ausgebaute Straßen nach St. Märgen und Gütenbach und wir sind am Brend, unserem heutigen Musshalt. Außerdem haben wir schon 100 km zurückgelegt, was nach einer ausgiebigen Pause verlangt. Der Rundblick vom Aussichtsturm des Kandel ist phänomenal. Bei guter Sicht können wir den Hochfirst, Feldberg, Belchen, Schauinsland und den Kandel sehen. Außerdem entspringt hier nur wenige 100 m entfernt, die uns schon bekannte Elz, der wir heute schon bei Waldkirch als erwachsener Fluß begegneten. Wer vorgestern noch keine Kuckucksuhr gekauft hat, dem bietet sich heute noch einmal die Möglichkeit dazu, denn wir fahren wieder durch Furtwangen und dann weiter nach Hammereisenbach. Über kleine Täler und Hochtäler fahren wir weiter nach Hüfingen und Blumberg.

In Blumberg erwartet uns eine besondere Attraktion. Die Sauschwänzlebahn. Den Bau der Strecke hat maßgeblich das Militär vorangetrieben. Die 1890 durchgehend eröffnete Strecke sollte als strategische Bahn einem möglichen weiteren Krieg gegen Frankreich dienen. Heute wird im Mittelabschnitt Weizen-Blumberg-Zollhaus, den mit seinen Kehrschleifen und der Talüberquerung mittels einer 264 m langen Brücke über Epfenhofen weitaus interessanteste Abschnitt, als Museumsbahn betrieben. Diese Kehrschleifen und Kehrtunnel waren notwendig um die 230 m Höhenunterschied zwischen Blumberg und Weizen im Wutachtal auf insgesamt 25 km künstlich zu strecken und überwinden zu können. Dabei beträgt die Luftlinie eigentlich nur 9,5 km.

Bei Fützen fahren wir der Wutach entlang bis zur gleichnamigen Ortschaft. Parallel des Wutachtales aber auf der Höhe fahren wir Bonndorf entgegen. Nach Bonndorf fahren wir über eine äußerst attraktive Nebenstraße, die durch dichten Wald führt, in Richtung Schluchsee. Ein paar Kilometer vor Schluchsee zweigen wir nach Grünwald ab und fahren zuerst wieder in Richtung Bonndorf zurück bevor wir aber dann auf die B315 wechseln und wieder  in das enge Tal der Wutach hinab fahren. Bei der Schattenmühle überqueren wir die Wutach und fahren weiter nach Göschenbach und Rötenbach. Die Verkehrsknotenpunkte Titisee und Neustadt werden großzügig umfahren und über Friedenweiler und Waldau fahren wir dem Thurnerpass (1.035 m) entgegen. Vermutlich haben schon die Römer diesen Übergang auf dem Weg von Freiburg zum Bodensee genommen. Außerdem befahren wir noch einmal die B500, also die Schwarzwaldhochstraße ein Stückchen. Ab Thurner verlassen wir aber die B500 und fahren noch einmal St. Märgen, dieses mal von Süden kommend, zu. Wird durchqueren das gesamte Glottertal bis nach Denzlingen. In Denzlingen erreichen wir wieder die Rheinebene, die wir abermals auf diversen Nebenstraßen überqueren. Die ganze Ebene hindurch können wir auf unser Ziel, den Kaiserstuhl, sehen, wo der Gastgarten unseres Hotels in Ihringen schon wartet.

POI

WP3   - Brend
WP7   - Hochschwarzwald
WP9   - Sauschwänzlebahn
WP18 - Hexenlochmühle

6. Tag - Blauen und Hotzenwaldschaukel

Streckenlänge: ca. 245 km

Die ersten 40 km legen wir dieses mal komplett im Rheinischen Tiefland zurück. Es geht immer knapp am Rhein entlang. Bei Neuenburg fahren wir auf die B378 auf und fahren bis Müllheim. Wir sind im Zentrum des Markgräflerlandes und fahren hoch zu seinem Hausberg, dem Blauen auf 1.165 m Höhe. Der Blauen ist neben dem Schauinsland der zweite Aussichtsberg und liegt am Westrand des Südlichen Schwarzwaldes. Er bietet Aussichtspunkte mit Blick auf den Schwarzwald mit der kahlen Kuppe des Belchen, auf die Vogesen mit dem Großen Belchen (Grande Ballon), auf das Schweizer Jura und die Alpen. Vor dem Jura erkennt man bei klarer Sicht Basel. Durch seine Lage am Rand des Schwarzwaldes ermöglicht der Blauen bemerkenswerte Tiefblicke auf die Rheinebene mit dem Kaiserstuhl.

Über die L140 fahren wir weiter über den Lipplepass nach Tegernau. Über das kleine Wiesental geht es zum Wiesental. Vom Wiesental fahren wir über eine kurvenreiche Straße bis nach Wehr. Nun geht es der Wehra entlang im gleichnamigen engen Tal bis fast nach Todtmoos. Kurz davor schwenken wir schon wieder nach Süden ab und erreichen Görwhil. Wir sind mitten im Hotzenwald und das nächste Tal erwartet uns. Wir fahren das gesamte Albtal bis nach St. Blasien durch. St. Blasien ist ein Kurort mit Weltruf im Südschwarzwald. St. Blasien ist aus einem Benediktinerkloster heraus entstanden. Der auffälligste Bau in St. Blasien ist die beeindruckende Kuppelkirche auch Schwarzwalddom genannt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 36 m und gehört gegenwärtig noch zu den größten in Europa.

Nun fahren wir aber endgültig nach Todtmoos und weiter zum Tiergrüble Passübergang. Dieser kleine versteckte 1.068 m hohe Pass verbindet Todtmoos mit Schönau im Wiesental. Wir sind also wieder im Wiesental angelangt. Weiter geht unsere Fahrt zum Kreuzwegpass auf  1.079 m Höhe. Damit ist dieser Pass unser letzter Pass der Tourwoche, denn wir fahren auf der Westseite des Kreuzwegpasses hinunter in die Rheinische Ebene. Am Westrand enlang des Südschwarzwaldes fahren wir zurück zum Kaiserstuhl.

POI

WP7   - Hotzenwaldgebiet
WP14 - Museumsbahn
WP15 - St. Blasien