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Schwarzwald und Vogesen

Kirschtorte und Flammkuchen

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Schwarzwald und Vogesen

1. Tag - Schauinsland, Feldberg & Co

Streckenlänge: ca. 196 km

Heute werden wir einen Teil des Südschwarzwaldes kennen lernen. Durch das Rheintal fahren wir nach Schallstadt, quasi unser Einstieg in den Schwarzwald. Über eine ehemalige Bergrennstrecke fahren wir zu unseren heutigen ersten Vorzeigeberg, dem Schauinsland. Die Straße führt uns über weite, schön eingelegte Kurven hinauf. Obwohl es sehr reizen würde, fahren wir diese Bergstraße aber innerhalb der erlaubten Tempolimits, denn die Rennleitung ist ziemlich präsent.  Außerdem braucht kein Mensch eine nochmalige Vollsperrung für Motorräder, wie es sie in der Vergangenheit schon gab. Vom Aussichtspunkt des Schauinsland können wir auf ein weiteres Mittelgebirge blicken. Es sind die Vogesen. Schon morgen werden wir sie besuchen.

Zunächst geht es aber über den Notschreipass zum Feldberg, unserem zweiten Vorzeigeberg, mit 1.493 m die höchste Erhebung des Schwarzwaldes. Der Feldbergpass allerdings ist etwas niedriger und einige Restaurationen laden zu einer Labung ein. Anschließend geht es zum Schluchsee hinunter und da haben wir ein Aha-Erlebnis. Nämlich Unteraha und Oberaha, zwei Ortsteile von Aha-Schluchsee. Weiter geht es über Bernau, durch diverse Hochtäler nach Schönau. Wir haben das Wiesental erreicht. Unser nächster Fixpunkt ist der Belchen.

Wir fahren auf alle Fälle weiter und erreichen den Passübergang Wiedener Eck. Apropos eigenwillige Gebietsnamen. Die Passstraße führt über das Hintere Elend und Elend ins Münstertal, dass uns in die Tiefebene entlässt in der auch der Kaiserstuhl liegt. Also nicht mehr weit bis Ihringen zu unserem Basishotel.

POI

WP3    - SchauinsLand
WP5    - Feldberg
WP11  - Gr. Belchen

2. Tag - Nördliche Vogesen

Streckenlänge: ca. 339 km

Heute überschreiten wir die Landesgrenze, um zu den Vogesen zu gelangen. Den Rhein überqueren wir beim Flußkraftwerk Marckolsheim. Die Straße führt uns direkt am Werk auf der Staustufe vorbei. Ein imposantes Bauwerk. Wir werden heute aber noch ein paar andere sehen. Bei Selestat haben wir die Rheinebene hinter uns gebracht und jetzt beginnt der interessantere Straßenabschnitt. Der Straßenverlauf zwingt uns ein ständiges Hin und Her auf. Die Vogesen sind geradzu prädistiniert für die Motorradfahrer.

Der erste Halt für heute ist beim Mont Saint-Odilie. Er erhebt sich in der Nähe der Ortschaften Obernai und Barr und wird vom Kloster Hohenburg gekrönt. Der Ausblick in die Oberrheinebene und zu unserem Kaiserstuhl ist phantastisch. Er ist quasi das Pendant zum Schauinsland und wir können die Höhen des Schwarzwaldes sehen.

Nun kommen wir zum nächsten imposanten Bauwerk unserer Tour. Das Schiffshebewerk bei Saint Louis/Arzviller. Dieses Werk ist in Europa eine einmalige Sehenswürdigkeit und liegt am Rhein-Marne-Kanal. Es gäbe hier auch die Möglichkeit einer sehr interessanten 30-minütigen Führung.

Wir fahren weiter zum Col de Donon. Ein stiller, einsamer, wunderschöner Pass inmitten einer traumhaften Natur. Hier ganz in der Nähe entspringt das Quellwasser der Saar. Unsere Fahrt geht weiter nach Raon l'Étape und weiter zum hohen Jakob oder Col du Haut Jacques der immerhin 605 m hoch ist. Wir folgen der D58 und gelangen zu zwei kurz aufeinander folgenden Pässen, den Col de Mandray und den Col de la Sèboue. Beide Pässe sind verkehrstechnisch nicht wichtig also werden wir freie Straßen befahren können. Unser nächster Pass ist der Col des Bagenelles. Hier entspringt die Liepvrette und bildet bis nach Sélestat das Liepvrettetal, besser bekannt als Val d'Argent, zu deutsch Silbertal. Hier waren früher zahlreiche Silberminen in Betrieb und vielleicht finden wir noch einen vergessenen Silberbrocken. Über eine kleine Straße würden wir den Col du Bonhomme erreichen, der zugleich der nördliche Ausgangspunkt der Vogesenkammstraße (Route de cretes) ist.

Wir aber fahren Colmar entgegen. Wieder über die Rheinische Tiefebene und dieses mal am Elektrizitätswerk Vogelgrun vorbei, ganz profan auf einer Brücke, überqueren wir wieder den Rhein. In wenigen Kilometern können wir uns ein kühles Getränk auf der Terrasse unseres Hotels gönnen.

POI

WP8     - Schiffshebewerk
WP10   - Col du Donon
WP13   - Col Haut Jacques

3. Tag - Nördlicher Schwarzwald und Naturpark Südschwarzwald

Streckenlänge: ca. 332 km

Heute nehmen wir uns den nördlichen Schwarzwald vor. Wir verlassen Ihringen in Richtung Norden und fahren durch den gesamten Kaiserstuhl. Bei Teningen erreichen wir den Mittleren Schwarzwald. Durch die hügelige Landschaft und über den kleine Pass Hallenwasen geht es weiter bis Steinach.  Wir sind im Kinzigtal. Und wieder nur ein paar Kilometer weiter fahren wir über eine kleine Straße unserem nächsten Pass zu. Bei Zell am Hammersbach teilt sich das Tal und wir fahren in einem engen Tal der Nordrach entlang bis zum Schäfersfeldpass auf 752 m hoch. Diese Passstraße verbindet das Kinzigtal mit dem Renchtal. Nach Oppenau werden die Kurven enger und wir erreichen das Kloster Allerheiligen. Wir sind jetzt im nördlichen Schwarzwald. Allerdings ist dieses Kloster heute nur noch eine Ruine, die aber besichtigt werden kann.

Weiter geht die Fahrt zum Luftkurort Otternhöfen. Und weil die Luft im Schwarzwald anerkannter maßen sehr gut ist, fahren wir gleich danach durch Seebach, ebenfalls ein Luftkurort. Das Gemeindegebiet Seebachs erstreckt sich bis zum Gipfel der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des nördlichen Schwarzwaldes und dem Mumelsee. Wir haben nun die Schwarzwaldhochstraße erreicht. Kurz nach dem Mumelsee überqueren wir das Seibelseckle und fahren auf der B500 wieder gegen Süden. Diese sehr gute, mit einem phantastischen Asphalt ausgebaute Straße bringt uns für ca. 20 km bis zu deren südlichen Ausgangspunkt, zur Alexanderschanze. Durch den sehr guten Zustand können wir ohne weiteres ein höheres Tempo anschlagen und die weiten Kurven so richtig geniesen. Da diese Straße dem Hauptkamm des Schwarzwaldes folgt, haben wir immer wieder die eine oder andere herrliche Aussicht.

Wie schon der Name vermuten lässt, wurde auf dem Pass Alexanderschanze seinerzeit eine Festungsanlage gebaut. Auch diese Anlagen können besichtigt werden, falls gewünscht. Über ein paar Serpentinen geht es dann hinunter nach Bad Peterstal-Griesbach.  Bad Petersbach ist ein Premium Kur- und Wandergebiet. Die Berge werden nun etwas höher und somit werden die Straßen in den engen Täler wieder kurvenreicher. Der nächste Passübergang ist der Hundskopf, am Großen Hundskopf, der vor allem für die Schifahrer im Winter interessant ist.  Wir erreichen bei Haslach wieder das Kinzigtal.

Wir fahen weiter südwärts zum Passübergang Heidburg. Bei Schrahöfe fahren wir in das Tal der Elz ein. Kaum zu glauben, dass dieses kleine Bächlein 121 km weiter in den Rhein fließt. Wir fahren der Elz entlang fast bis zum Quellgebiet in einem weiteren dieser zahlreichen engen Flußtäler des Schwarzwaldes.  Gleich nach Schönwald überqueren wir zuerst noch die Passhöhe Escheck bevor wir schließlich in Furtwangen und somit bei den weltbekannten Kuckucksuhren angelangt sind. Wir werden Furtwangen am fünften Tourtag noch einmal streifen, wenn wir zum Brend fahren. Für heute fahren wir über das Simonswälder Tal der Wilden Gutach entlang. Dieses Tal bringt uns wieder in die Oberrheinische Tiefebene die wir bei Gutach im Breisgau erreichen.  Noch ein paar Nebenstraßen über die Ebene und wir sind wieder in Ihringen.

POI

WP11 - Mumelsee
WP12 - Seiblseckle
WP13 - Alexanderschanze
WP14 - Hundskopf

4. Tag - Südvogesen mit Gr. Ballon und Col de la Schlucht

Streckenlänge: ca. 319 km

Wir fahren bei Marckolsheim wieder über die Grenze. Den Einstieg in die Vogesen vollziehen wir bei Ammerschwihr. Der erste Pass heute ist der Collet du Linge gleich gefolgt vom Col du Wettstein. Nun geht es weiter zum wahrscheinlich bekanntesten Col in den Vogesen, dem Col de la Schlucht. Hier treffen 4 Straßen zusammen und man kann von den ansäßigen Restaurants wunderbar den Motorradverkehr beobachten. Ein weitum bekannter Bikertreffpunkt.

Mit dem Col de la Schlucht stoßen wir auf die bekannte Route de Crêtes, die ca. 77 km durch die Vogesen führt. Wir halten uns aber nicht lange auf der Route und zweigen am Col du Rothenbach ab. Ab jetzt erwartet uns die nächsten paar Kilometer ein wahres Feuerwerk an Serpentinen. Am Stausee Lac de Kruth-Wildenstein vorbei fahren wir nach Kruth. Dort zweigen wir scharf rechts ab und nehmen uns über eine Nebenstraße weitere Pässe vor. So den Col d'Oderen und den Col du Ménil. Selbstredend, dass es zwischen diesen beiden Pässen sehr kurvenreich weiter geht. Schließlich führt uns diese Straße zum durch den Radsport vermutlich berühmtesten Berg der Vogesen, den Ballon d'Alsace. Der zweite Berg des schon einmal angesprochenen Belchendreieck.

Le Gentiane heißt unser nächster Pass und die Straße führt uns am nächsten Stausee, dem Lac d'Alfeld vorbei. Auf dem Weg nach Sewen fahren wir am gleichnamigen See vorbei und kommen in das Tal der Doller. Dem Dollertal folgen wir bis Masevaux und schwenken auf den nächsten Passübergang ein. Der Col du Hundsrück verbindet das Tal der Doller mit dem Tal der Thur. Die gesamte Passtraße ist wiederum sehr kurvenreich und wir werden unsere Freude daran haben.

Über Thann und Cernay erreichen wir nun den südlichen Ausgangspunkt der Route de Cretes. Mit dem Col de Herrenfluh überqueren wir den südlichsten Pass der Route und erreichen wenige Fahrkilometer weiter die größte Gedänkstätte der Vogesen. Hier am Hartmannswillerkopf steht Kreuz an Kreuz als Mahnmal für insgesamt 30.000 gefallene Soldaten. Noch einmal wird uns die ganze Sinnlosigkeit eines Krieges vor Augen geführt. Wiederum nur einige Kilometer weiter fahren wir zuerst über den Col Amic um schließlich den Grande Ballon zu erreichen. Dieser Passübergang ist mit 1.343 m der höchste Übergang der Vogesen. Somit haben wir diese Woche drei Berge des Belchensystems gesehen.

Bei Le Markstein verlassen wir die Route de Cretes endgültig und fahren aber eine nicht minder interessante Straße, die uns zunächst wieder an einem Stausee, dem Lac de la Lauch, vorbei führt. Der Col du Bannstein ist heute für uns der letzte Pass und wir verlassen bei  Gueberschwihr die Vogesen. Das Rheintal liegt noch vor uns und auch hier fahren wir über die uns schon bekannte Strecke bei Vogelgrun über die Grenze.

POI

WP4   - Collet du Linge
WP5   - Col du Wettstein
WP6   - Col de la Schlucht
WP10 - Ballon d'Alsace
WP16 - Hartmannswillerk.
WP18 - Grande Ballon

5. Tag - Der Brend und die Hexen

Streckenlänge: ca. 294 km

Heute fahren wir einige Punkte an, für die der Schwarzwald sehr bekannt ist. Angefangen mit dem Kandel. Nach dem wir den Kaiserstuhl verlassen haben, fahren wir bei Waldkirch zum Kandel hinauf.  Durch seine exponierte Lage werden wir ihn schon bei unserer Anfahrt von Weitem sehen. Über den Kandel führt die Schwarzwälder Panoramastraße bis nach St. Peter am Ende des Glottertales. Noch ein paar Kilometer über gut ausgebaute Straßen nach St. Märgen.

Uns erwartet das nächste Highlight dieses Tages, die Hexenlochmühle die im schluchtartigen Hexenloch liegt. Nicht mehr weit und wir sind am Brend. Außerdem haben wir schon 100 km zurückgelegt, was nach einer ausgiebigen Pause verlangt. Der Rundblick vom Aussichtsturm des Brend ist phänomenal. Wer vorgestern noch keine Kuckucksuhr gekauft hat, dem bietet sich heute noch einmal die Möglichkeit dazu, denn wir fahren wieder durch Furtwangen und dann weiter nach Hammereisenbach. Über kleine Täler und Hochtäler fahren wir weiter nach Hüfingen und Blumberg. In Blumberg erwartet uns eine besondere Attraktion, nämlich die Sauschwänzlebahn.

Bei Fützen fahren wir der Wutach entlang bis zur gleichnamigen Ortschaft. Parallel des Wutachtales aber auf der Höhe fahren wir Bonndorf entgegen. Nach Bonndorf fahren wir über eine äußerst attraktive Nebenstraße, die durch dichten Wald führt, in Richtung Schluchsee. Ein paar Kilometer vor Schluchsee zweigen wir nach Grünwald ab und fahren zuerst wieder in Richtung Bonndorf zurück bevor wir aber dann auf die B315 wechseln und wieder  in das enge Tal der Wutach hinab fahren. Bei der Schattenmühle überqueren wir die Wutach und fahren weiter nach Rötenbach. Die Verkehrsknotenpunkte Titisee und Neustadt werden großzügig umfahren und über Friedenweiler und Waldau fahren wir dem Thurner Pass entgegen. Jetzt fahren wir noch einmal St. Märgen, dieses mal von Süden kommend, zu. Wir durchqueren das gesamte Glottertal bis nach Denzlingen. In Denzlingen erreichen wir wieder die Rheinebene, die wir abermals auf diversen Nebenstraßen überqueren. Die ganze Ebene hindurch können wir auf unser Ziel, den Kaiserstuhl, sehen, wo der Gastgarten unseres Hotels in Ihringen schon wartet.

POI

WP3   - Brend
WP7   - Hochschwarzwald
WP9   - Sauschwänzlebahn
WP18 - Hexenlochmühle

6. Tag - Blauen und Hotzenwaldschaukel

Streckenlänge: ca. 247 km

Viel zu früh ist schon wieder der letzte Tourtag angebrochen. Die ersten 40 km legen wir dieses mal komplett im Rheinischen Tiefland zurück. Es geht immer knapp am Rhein entlang. Bei Neuenburg fahren wir auf die B378 auf und fahren bis Müllheim. Wir sind im Zentrum des Markgräflerlandes und fahren hoch zu seinem Hausberg, dem Blauen. Der Blauen ist neben dem Schauinsland der zweite Aussichtsberg und liegt am Westrand des Südlichen Schwarzwaldes. Er bietet Aussichtspunkte mit Blick auf den Schwarzwald mit der kahlen Kuppe des Belchen, auf die Vogesen mit dem Großen Belchen (Grande Ballon), auf das Schweizer Jura und die Alpen. Vor dem Jura erkennt man bei klarer Sicht Basel.

Über die L140 fahren wir weiter über den Lipplepass nach Tegernau. Über das kleine Wiesental geht es zum Wiesental und weiter nach Wehr. Wir fahren der Wehra entlang im gleichnamigen engen Tal bis fast nach Todtmoos. Kurz davor schwenken wir schon wieder nach Süden ab und erreichen Görwhil. Wir sind mitten im Hotzenwald und das nächste Tal erwartet uns. Wir fahren das gesamte Albtal bis nach St. Blasien durch.

Jetzt fahren wir aber wirklich bis Todtmoos und weiter zum Tiergrüble Passübergang. Dieser kleine versteckte 1.068 m hohe Pass verbindet Todtmoos mit Schönau im Wiesental. Wir sind also wieder im Wiesental angelangt. Weiter geht unsere Fahrt zum Kreuzwegpass. Damit ist dieser Pass unser letzter Pass der Tourwoche, denn wir fahren auf der Westseite des Kreuzwegpasses hinunter in die Rheinische Ebene. Am Westrand enlang des Südschwarzwaldes fahren wir zurück zum Kaiserstuhl.

POI

WP7   - Hotzenwaldgebiet
WP14 - Museumsbahn
WP15 - St. Blasien