Schwarzwald und Vogesen

Kirschtorte und Flammkuchen

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Schwarzwald und Vogesen

Tag 1: Nördlicher Schwarzwald

Streckenlänge: ca. 290 km

Heute nehmen wir uns den nördlichen Schwarzwald vor. Wir verlassen Riegel am Kaiserstuhl in östlicher Richtung und über Malterdingen erreichen wir den Mittleren Schwarzwald. Durch die hügelige Landschaft und über den kleinen Pass Hallenwasen geht es weiter bis Steinach.  Wir sind im Kinzigtal. Und wieder nur ein paar Kilometer weiter fahren wir über kleine Straßen unserem nächsten Pass entgegen. Bei Zell am Hammersbach teilt sich das Tal und wir fahren in einem engen Tal der Nordrach entlang bis zum Schäfersfeldpass auf 752 m Höhe. Diese Passstraße verbindet das Kinzigtal mit dem Renchtal. Nach Oppenau wird es noch kurviger und wir passieren das Kloster Allerheiligen. Wir sind jetzt im nördlichen Schwarzwald. Allerdings ist dieses Kloster heute nur noch eine Ruine, die aber besichtigt werden kann.

Weiter geht die Fahrt zum Luftkurort  Seebach. Das Gemeindegebiet Seebachs erstreckt sich bis zum Gipfel der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des nördlichen Schwarzwaldes und dem Mumelsee. Wir haben nun die Schwarzwaldhochstraße erreicht. Kurz nach dem Mumelsee überqueren wir das Seibelseckle und fahren auf der B500 wieder gegen Süden. Diese sehr gute, mit einem phantastischen Asphalt ausgestattete Straße bringt uns für ca. 20 km bis zu deren südlichen Ausgangspunkt, zur Alexanderschanze. Durch den sehr guten Straßenzustand können wir es etwas "fliegen" lassen und die weiten Kurven so richtig geniesen. Da diese Straße dem Hauptkamm des Schwarzwaldes folgt, haben wir immer wieder die eine oder andere herrliche Aussicht.

Wie schon der Name vermuten lässt, wurde auf dem Pass Alexanderschanze seinerzeit eine Festungsanlage gebaut. Auch diese Anlagen können besichtigt werden. Ansonsten fahren wir weiter über Bad Rippoldsau die L96 hinunter und über Oberwolfach und einigen weiteren wunderbaren Kurven erreichen wir bei Haslach wieder das Kinzigtal.

Wir fahen weiter südwärts zum Passübergang Heidburg. Bei Schrahöfe fahren wir in das Tal der Elz ein. Kaum zu glauben, dass dieses kleine Bächlein 121 km weiter in den Rhein fließt. Wir fahren bis fast zum Quellgebiet der Elz hoch. Gleich nach Schönwald überqueren wir zuerst noch die Passhöhe Escheck bevor wir schließlich in Furtwangen und somit bei den weltbekannten Kuckucksuhren angelangt sind. Wir werden Furtwangen am dritten Tourtag noch einmal streifen, wenn wir zum Brend fahren. Für heute fahren wir über das Simonswälder Tal der Wilden Gutach entlang. Wir queren noch einmal das Elztal und über einen kleinen Schwenker zum Gscheidpass  erreichen wir bei Sexau wieder die Oberrheinische Tiefebene. Nicht mehr weit bis Riegel.

POI

WP1 - Mumelsee
WP2 - Alexanderschanze

Tag 2: Nördliche Vogesen

Streckenlänge: ca. 320 km

Heute bleiben wir zuerst rechtsrheinisch und fahren in der Rheinebene nach Norden in Richtung Rust. Bei Kappel zweigen wir zum Rhein ab und lassen uns bei Rhinau mit der Fähre über den Fluß bringen. Weiter geht es auf dem französischen Teil der Rheinebene, bis wir bei Stotzheim die Vogesen erreichen.

Der erste Halt für heute ist beim Mont Saint-Odilie. Er erhebt sich in der Nähe der Ortschaften Obernai und Barr und wird vom Kloster Hohenburg gekrönt. Der Ausblick in die Oberrheinebene und zu unserem Kaiserstuhl ist phantastisch. Er ist quasi das Pendant zum Schauinsland im Schwarzwald und wir können dessen Höhen über die Rheinebene hinweg erkennen.

Wir halten uns in den Vogesen weiter nordwärts und überqueren die beiden Pässe Col des Pandours und den Col du Valsberg. Ziemlich gleich danach erreichen wir den heutigen Höhepunkt, dass impossante Bauwerk des Schiffshebewerks bei Saint Louis/Arzviller. Dieses Werk ist in Europa eine einmalige Sehenswürdigkeit und liegt am Rhein-Marne-Kanal. Mit diesem Hebewerk überwinden die Schiffe in einer Art Trog ca. 44 m Höhenunterschied. Es gäbe hier auch die Möglichkeit einer sehr interessanten 30-minütigen Führung.

Wir haben den nördlichsten Punkt für heute erreicht und über den Col de Donon geht es wieder zurück. Ein stiller, einsamer, wunderschöner Pass inmitten einer traumhaften Natur. Hier ganz in der Nähe entspringt das Quellwasser der Saar. Unsere Fahrt geht weiter nach Schirmeck und dann der D957 entlang bis nach Sankt Blasius. Dort zweigen wir zum Col de Steige ab. Der Col du Las und der Col d'Hermanpaire sind unsere nächsten beiden Pässe. Die Passstraße vom Col d'Hermanpaire führt uns nach Saint Die des Vosges hinunter. Wir haben den Westrand des Naturparks Ballon des Vosges erreicht.

Weil uns die Vogesen aber so gut gefallen, fahren wir gleich danach wieder mitten hinein zum Col de Sainte Marie. Wir überqueren die ganzen Vogesen in West - Ost - Richtung und bei Ribeauville fahren wir in die Rheinebene ein. Die Rheinüberquerung absolvieren wir beim impossanten Bauwerk des Elektrizitätswerkes und der Stauanlage Marckolsheim. Nicht mehr weit bis Riegel.

POI

WP1 - Schiffshebewerk Saint Louis/Arzwiller
WP2 - Col du Donon
WP3 - Col de Bonhomme

Tag 3: Der Brend, die Hexen und die Wutach

Streckenlänge: ca. 260 km

Heute fahren wir einige Punkte an, für die der Schwarzwald sehr bekannt ist. Angefangen mit dem Kandel. Nach dem wir den Kaiserstuhl verlassen haben, fahren wir bei Waldkirch zum Kandel hinauf.  Durch seine exponierte Lage werden wir ihn schon bei unserer Anfahrt von Weitem sehen. Über den Kandel führt die Schwarzwälder Panoramastraße bis nach St. Peter am Ende des Glottertales. Nach ein paar Kilometer, über sehr gut ausgebaute Straßen erreichen wir St. Märgen.

Uns erwartet das nächste Highlight dieses Tages, die Hexenlochmühle die im schluchtartigen Hexenloch liegt. Nicht mehr weit und wir sind am Brend. Außerdem haben wir schon 100 km zurückgelegt, was nach einer ausgiebigen Pause verlangt. Der Rundblick vom Aussichtsturm des Brend ist phänomenal. Wer vorgestern noch keine Kuckucksuhr gekauft hat, dem bietet sich heute noch einmal die Möglichkeit dazu, denn wir fahren wieder durch Furtwangen und dann weiter nach Hammereisenbach. Dittishausen, Doggingen, Opferdingen heißen unsere nächsten Stationen bis wir schließlich Blumberg erreichen. In Blumberg erwartet uns eine besondere Attraktion, nämlich die Sauschwänzlebahn.

Für ein paar Kilometer fahren wir neben der Sauschwänzlebahn her, bis wir sie bei Fützen verlassen und der Wutach bis zur Wutachmühle folgen. Wir fahren Bonndorf entgegen. Nach Bonndorf fahren wir über eine äußerst attraktive Nebenstraße in Richtung des Schluchsees. Bei Seebrugg ist der Endbahnhof der Dreiseenbahn. Eine mit Dampflokomotiven ausgestattete Museumsbahn. Außerdem gibt es hier eine äußerst nette Einkehrmöglichkeit, die wir unbedingt nutzen sollten.

Nach der Pause fahren wir am Schluchsee entlang und zweigen zum Feldberg ab. Wenn wir etwas Glück haben, ist der Verkehr hier nicht so stark und wir können die an uns vorbei ziehende Landschaft geniesen. Über Todtnau und den Notschreipass erreichen wir einen weiteren markanten Landschaftspunkt im Schwarzwald, den Schauinsland. Mal sehen, ob uns die Behörden wohlgesonnen sind und wir die ehemalige Bergrennstrecke hinunter nach Freiburg fahren können. Da wir heute schon einige Kilomerter zurückgelegt haben, nehmen wir bei Freiburg die Autobahn, die uns für wenige Kilometer zurück nach Riegel führt.

POI

WP1 - Kandel
WP2 - Hexenloch
WP3 - Brend
WP4 - Sauschwänzlebahn
WP5 - Seebrugg
WP6 - Schluchsee
WP7 - Feldberg
WP8 - Schauinsland

Tag 4: Südvogesen

Streckenlänge: ca. 250 km

Wir fahren bei Marckolsheim wieder über die Grenze. Nach Colmar nehmen wir über Münster im Elsass und Stosswihr, die Straße zum  wahrscheinlich bekanntesten Col in den Vogesen, dem Col de la Schlucht. Hier treffen vier Straßen zusammen und man kann von den ansäßigen Restaurants aus, wunderbar den Motorradverkehr beobachten. Ein sehr bekannter Bikertreffpunkt.

Der Col de la Schlucht markiert ungefähr die Mitte der Route de Crêtes. Sie führt für ca. 77 km durch die Vogesen. Wir werden diese Straße am letzten Tag unserer Woche noch erkunden. Für heute aber befahren wir eine weitere sehr reizvolle Strecke, gespickt mit vielen Kurven und Serpentinen durch die Vogesen. Sie führt uns zum Col de Bramont und am Stausee Lac de Kruth-Wildenstein vorbei. Wir kommen nach Kruth. Dort zweigen wir scharf rechts ab und nehmen uns über eine Nebenstraße weitere Pässe vor. So den Col d'Oderen und den Col du Ménil. Selbstredend, dass es zwischen diesen beiden Pässen sehr kurvenreich weiter geht. Schließlich führt uns diese Straße zum, durch den Radsport vermutlich berühmtesten Berg der Vogesen, den Ballon d'Alsace. Ein weiterer Berg des Belchendreiecks.

Le Gentiane heißt unser nächster Pass und die Straße führt uns am nächsten Stausee, dem Lac d'Alfeld vorbei und wieder über eine äußerst reizvolle, kurvenreiche Straße nach Thann und Cernay. Das Rheintal liegt noch vor uns und dieses mal fahren bei Vogelgrun über den Rhein. Kurz vor Riegel überqueren wir noch mitten im Kaiserstuhl den Texaspass.

POI

WP1 - Flusskraftwerk und Schleusenanlage Marckolsheim
WP2 - Col de la Schlucht
WP3 - Col de Bramont
WP4 - Ballon d'Alsace

Tag 5: Hochschwarzwald

Streckenlänge: ca. 240 km

Zuerst fahren wir wieder etwas durch den Kaiserstuhl. Dann auf dem kürzesten Weg um Freiburg herum, damit wir so schnell wie möglich in interessanteres Gelände kommen. Also mitten in den Schwarzwald. Bei Kirchzarten verlassen wir die Hauptdurchzugsstrecke und machen uns wieder auf dem Weg zum Schauinsland. Den lassen wir aber dieses mal rechts liegen und fahren bei Spielweg in Richtung Wiedener Eck. Bald darauf erreichen wir den Blauen (Belchen) und haben einem weiteren Berg des mystischen Belchendreiecks unsere Aufwartung gemacht. Auf den Gipfel des Blauen führt eine Seilbahn. Falls gewünscht, könnten wir mit der Seilbahn hinauf fahren. Ein phantastischer Ausblick in die Rheinebene, zum Elsässer Belchen und tief im Süden nach Basel wäre der Lohn.

Andernfalls fahren wir über Utzenfeld und der Wacht, ein weiterer Pass, nach St. Blasien. Die Kuppel des Domes vom Kloster St. Blasien ist mit seinen 36 m Durchmesser, einer der größten Kuppelbauten Europas. Wir fahren weiter südwärts und gelangen in das Gebiet des Hotzenwaldes. Die schönsten Motorradstraßen durchqueren diesen Wald und man kann in etwa erahnen, warum der Schwarzwald seinen Namen bekommen hat. Ab Todtmoos fahren wir ein Stück im Wehratal entlang, dass wir bei Au verlassen. Über weitere verschlungene Straßen erreichen wir bei Atzenbach das Wiesental, dass wir aber wiederum bei Zell im Wiesental verlassen. Bis Staufen im Breisgau halten wir uns noch im Gebiet des Schwarzwaldes auf und bekommen weiterhin die schönsten Straßen unter die Räder. Wir werden mit der Zunge schnalzen. Schließlich entläßt uns der Schwarzwald wieder in die Rheinische Tiefebene und wir fahren wieder Riegel zu.

POI

WP1 - Kaiserstuhl
WP2 - Wiedener Eck
WP3 - Der Blauen (Belchen)
WP4 - St. Blasien
WP5 - Hotzenwald

Tag 6: Die Route de Crêtes

Streckenlänge: ca. 250 km

Heute nehmen wir endlich die Route de Crêtes in Angriff. Zuerst müssen wir natürlich wieder die Rheinebene überqueren. Dabei fahren wir zunächst, nachdem wir in Vogelgrun die Grenze passiert haben, für einige Kilometer direkt am Rhein entlang. Von Weitem sehen wir schon die Kühltürme des Kernkraftwerkes Fessenheim in die Höhe ragen. Wenig später zweigen wir bei Chalampe ab und durchfahren einen dichten Wald. Hinter Cernay erreichen wir wieder die Vogesen. Bei Uffholz fängt die Route de Crêtes an, die wir in der ganzen Länge von ca. 77 km durch die Vogesen befahren.

Nach dem ersten Pass Col de Herrenfluh, der südlichste Pass der Vogesenkammstraße, liegt die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf auf dem Weg. Sie ist die größte Gedenkstätte der Vogesen. Hier steht Kreuz an Kreuz, für insgesamt 30.000 gefallene Soldaten des Ersten Weltkrieges, als Mahnmal. Noch einmal wird uns die ganze Sinnlosigkeit vor Augen geführt. Weiter geht es über den Col Amic zum Col du Grande Ballon. Dieser Passübergang ist mit 1.343 m der höchste Übergang der Vogesen. Somit haben wir alle drei Berge des Belchensystems gesehen. Der nächste Pass ist der Col du Hag. Wir erreichen Le Markstein. Nach dem Col d'Hahnenbrunnen haben wir für die nächsten ca. 20 km keine Pässe mehr zu bewältigen. Der nächste Pass allerdings ist einer der wohl bekanntesten Pässe der Vogesen. Es ist der Col de Schlucht. Ein sehr beliebter Bikertreff, wo vier Straßen aufeinander teffen. Dementsprechend ist hier auch immer etwas los und man sieht jede Menge andere Biker/innen. Ungefähr zwei Drittel der Route de Crêtes liegt hinter uns. Zunächst geht es aber in schönen geschwungenen Kurven zum Col du Calvaire, weiter zum Col de Bonhomme und zum Col du Pré de Raves. Ab da werden die Kurven wieder etwas enger und wir erreichen den Col des Bagenelles. Er ist zugleich der nördliche Ausgangspunkt der Vogesenkammstraße.

Aber auch die Fortsetzung der Straße durch die Vogesen hat es in sich und so begleiten uns noch bis Riquewihr, einer der bekanntesten Weinorte in den Vogesen, die schönsten Kurven. Wieder liegt die Rheinebene vor uns und auf dem kürzesten Weg fahren wir nach Riegel in unser Hotel.

POI

WP1 - Schleusen Vogelgrun
WP2 - Col de Herrenfluh
WP3 - Gedenkstätte Hartmannswillerkopf
WP4 - Col du Grande Ballon
WP5 - Markstein
WP6 - Col d'Hahnenbrunnen
WP7 - Col de la Schlucht
WP8 - Col du Bonhomme
WP9 - Col des Bagenelles