Ostdeutschland

Vom Ostseestrand zum Erzgebirge

 

 

 

 

 

 

 

Detaillierte Tourbeschreibung Ostdeutschland

Tag 1: Insel Rügen

Streckenlänge: ca. 255 km

Wir starten von Demmin aus in Richtung Loitz und Grimmen und fahren weiter nach Stralsund.  Diese alte Hansestadt ist berühmt für ihre einmalige Backsteingotik. Eigentlich sollte man der Altstadt von Stralsund einen Besuch abstatten aber es liegen noch einige Kilometer vor uns. Über die kühn geschwungene Rügenbrücke erreichen wir die Insel Rügen. Zwischen Rambin und Samtens, schwenken wir nach Norden ein und passieren auf unserem Weg die Insel Ummanz. Weiter geht es nach Norden zur Wittower Fähre. Nach einer kurzen Überfahrt sind wir auf der Halbinsel Wittow und fahren in Richtung Ostseebad Breege-Juliusruh. Über eine Landenge erreichen wir die Halbinsel Jasmund. Der Nationalpark Jasmund erwartet uns mit ein paar tolle Kurven. Man wähnt sich irgendwo im alpinen Raum und die Straße führt uns durch einen schönen Buchenwald.

Sassnitz und Prora sind unsere nächsten Stationen. In Sassnitz machen wir am Hafen eine ausgiebiege Pause und geniesen den Blick über die Ostsee. Über die Schmale Heide am Prorer Wiek entlang fahren wir nach Binz. Die 370 Meter lange Seebrücke muss man gesehen haben. Über Putbus und Garz erreichen wir die Glewitzer Fähre. Vielleicht können wir in Putbus noch einen Blick auf den Rasenden Roland erhaschen. Das Festland hat uns wieder. Über Miltzow und Grimmen fahren wir zu unserem Hotel zurück.

POI

1 Stralsund
2 Nationalpark Jasmund
3 Prora

Tag 2: Insel Usedom

Streckenlänge: ca. 255 km

Heute verlassen wir Deminn in Richtung Kruckow und Jarmen. Es geht etliche Kilometer schnurgerade aus und wir fahren fast nur durch Alleen, wofür dieses Gegend auch sehr bekannt ist.  Ab Jarmen halten wir uns nördlich, bis wir die Ostseeküste erreicht haben. Greifswald lassen wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und erreichen bei Kemnitz die Küste. Ja, zugegeben. Es fehlen noch ein paar Meter, bis wir direkt an der Küste wären aber man kann das Meer schon riechen. An Lubmin und dem Energie- und Technologiepark Lubmin vorbei fahren wir bei Wolgast über die Peenebrücke. Wir sind jetzt auf der Insel Usedom.

Natürlich statten wir Peenemünde einen Besuch ab. Im Historisch-Technischen Museum kann man sich in einer umfassenden Ausstellung über die Geschichte dieses Ortes informieren. Im Freigelände werden wir die "Urväter" der heutigen Raketentechnolgie sehen. Zum einen die Fieseler Fi 103, auch als V1 bekannt und das Aggregat 4, auch als V2 bekannt. Auch wenn das Kapital um diese beiden Marschflugkörper noch so dunkel ist, ohne sie hätte die Menschheit den Mond nicht erreicht bzw. könnte sie durch die diversen in den Weltraum geschossenen Raketen unser Sonnensystem nicht erkunden. Und es gäbe auch kein Internet.

Nachdem wir uns ausreichend informiert haben, fahren wir weiter an der Küste entlang zur polnischen Grenze. Wir überschreiten aber nicht die Grenze nach Swinemünde, sondern halten uns an Usedom. Über die Klappbrücke Zecherin verlassen wir die Insel Usedom wieder. Nach Anklam führt die Straße ab Postlow wieder nur gerade aus bis Breest. Hier überqueren wir die A20. Noch knapp 30 km und wir sind wieder in Demmin. Auf der Terrasse des Hotels werden wir dann ein kühles Getränk zu uns nehmen.

POI

1 Peenemünde

Tag 3: Mecklenburger Groß Seenland

Streckenlänge: ca. 220 km

Heute nehmen wir es sehr gemütlich. Es erwartet uns eine schöne mit wenig Verkehr behaftete Strecke in das Mecklenburgische Seengebiet. Einige Kilometer nach Deminn fahren wir in das  Naturschutzgebiet Peenetal ein. Am Kummerower See entlang, geht es nach Malchin und wir sehen den Malchiner See. Dann gibt es eine kleine Atempause mit Seen und wir fahren durch eine ruhige Landschaft und soweit das Auge reicht breiten sich links und rechts die Kornfelder aus.

Bei Malchow sind wir mitten in der großen Mecklenburgischen Seenplatte. Direkt an der Drehbrücke Malchow werden wir eine Pause einlegen, weil uns hier eine sehr gute Pizzeria direkt am Ufer des Malchower Sees erwartet. Auch die Eisbecher sind nicht zu verachten. So können wir es uns gut gehen lassen und mit der Malchower Klosterkirche haben wir ein schönes Panorama vor uns. Außerdem können wir alle Viertelstunde beobachten, wie der ganze Autoverkehr angehalten und die Brücke gedreht wird, damit diverse Schiffe vom Malchower See in die Wasserstraße zum Petersdorfer See und umgekehrt, durchfahren können. 

Nach der ausgiebigen Pause fahren wir durch die Malchower Altstadt, die eigentlich komplett auf einer Insel liegt und erst später durch einen Damm mit dem Festland verbunden wurde. Wir fahren dem Müritzsee zu. Mirow ist der Wendepunkt unserer Tagestour. Wir fahren durch den schönen Müritzer Nationalpark. Überall begleiten uns kleine und kleinste Seen, die hinter den Bäumen zu sehen sind. Die Reuterstadt Stavenhagen liegt auf unserem Weg. Noch ca. 30 km und wir sind wieder in Demmin.

Tag 4: Demmin - Tropical Island

Streckenlänge: ca. 305 km

Heute gehts in den Spreewald. Nach nur ca. 300 km werden wir im Tropical Island eintreffen. Von Demmin fahren wir vorerst in Richtung Neubrandenburg. Die drittgrößte Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern wäre eine Besichtigung wert, die wir aber heute nicht durch führen können, weil wir noch ca. 250 km vor uns haben. Dafür fahren wir durch das Biospärenreservat Schorfheide-Chorin und es erwarten uns wieder wunderschöne und zum Teil sehr einsame Landstraßen.

Bei Oderberg nehmen wir die Straße nach Niederfinow. Nun sind wir im Naturschutzgebiet Niederoderbruch. Hier befindet sich das wahrlich gigantische Schiffshebewerk Niederfinow. Genau genommen besteht das Schiffshebewerk aus zwei Bauwerken. Die ältere Konstruktion ist als Industriedenkmal ausgezeichnet worden und das Hebewerk Nord, dass für größere Schiffe konstruiert worden ist, sollte bis 2021 fertig gestellt werden. Es ist auch zugleich Europas größter Schiffs-Fahrstuhl. Ein Gasthaus und eine eventuelle Besichtigung laden zum Verweilen ein.

Nach ausreichender Begutachtung, fahren wir strickt in Richtung Süden. Wir fahren durch zum Teil sehr dichten Laubwald und die Streckenführung ist einmalig. Schön um Berlin herum erreichen wir bei Storkow die Groß Schauener Seenkette. Bei Alt Schadow passieren wir den Neuendorfer See, durch den die Spree fließt. Die Spree fließt dann zuerst im großen Bogen weiter ostwärts durch weitere diverse Seen, um dann doch auf Berlin einzuschwenken. Wir aber haben nur noch ein paar Kilometer bis zum Tropical Island, dass für die nächsten 4 Tage zu unserer Heimat wird.

 

POI

1 Schiffshebewerk Niederfinow

Tag 5: Tropical Island

Heute ist relaxen angesagt. Wir werden uns einen Tag lang im Tropical Island aufhalten und uns verwöhnen lassen. Von unseren Motorhomes des Tropical Island Campingplatzes, sind es nur ein paar Meter zum Badespaß. Wer ganz faul ist, kann sich auch mit dem Shuttle hinfahren lassen.

Tag 6: Spreewaldrunde

Streckenlänge: ca. 155 km

Mit dem Spreewald haben wir wohl eine von Europas einmaligsten Kulturlandschaften erreicht. Die Spree teilt sich hier in unzählige Flußlaufverzweigungen. Mit dem Anlegen von zusätzlichen Kanälen sind diese Verzweigungen noch deutlich erweitert worden. Durch diese Verzweigungen ist hier eine wunderschöne Auen- und Moorlandschaft entstanden.

Heute steht nur ein kurze Tour auf dem Programm, damit wir den Spreewald auch richtig geniesen können. Nach dem ausgiebigen Frühstück fahren wir zuerst nach Schlepzig. Es wird uns auffallen, dass so ziemlich alle Ortsschilder zweisprachig ausgeführt sind. Das liegt vor allem daran, dass der Spreewald auch die Heimat der Ethnie der Sorben und Wenden ist. Seit unserem Aufbruch sind erst 10 km zurückgelegt worden, trotzdem könnten wir hier in Schlepzig die Private Bierbrauerei im Hotel Seinerzeit und die Whisky Brennerei besichtigen.

Wir fahren weiter über Kuschkow und Bückchen zur Südspitze des Schwielochsees. Bei Straupitz sind wir im Gebiet des Oberspreewaldes. Vor Burg statten wir dem Bismarckturm einen Besuch ab. Hier würde eine nette Waldschenke zur Rast einladen. Nach einer kleinen Schleife um Burg herum, tauchen wir bei Vetschau wieder mitten in den Spreewald ein. 

Ein Muß zum besichtigen ist Lübbenau bzw. Lehde. Hier zeigt sich der Spreewald "at it's best". Abgesehen vom sehr schönen Ortskern von Lübbenau erwartet uns mit Lehde das typische Spreewalddorf schlechthin. Es steht sogar unter Denkmalschutz. Wir können Lehde von Lübbenau aus motorisch oder aber auch durch eine Kahnfahrt durch die Spreewaldkanäle erreichen. Verbunden damit ist natürlich auch, dass wir die leiblichen Vorzüge des Spreewaldes zur Genüge geniesen können. Spreewaldgurken in jeder Facon können hier gekauft bzw. genossen werden. Die Heimfahrt zum Tropical Island  führt uns durch die zweite Metropole des Spreewaldes, nämlich Lübben. Nach knapp 150 km können wir wieder, wer will, die Vorzüge des Tropical Islands geniesen.

POI


1 Schlepzig, Spreewälder Privatbrauerei
2 Burg, Bismarckturm
3 Lübbenau/Lehde, Spreewald at it's best

Tag 7: Variante A - Lausitzer Seenland

Streckenlänge: ca. 245 km

Für alle diejemigen, die Strecke machen wollen gibt es die Variante A. Also, wir fahren zuerst in Richtung Golßen. Wir bewegen uns immer am Rande des Spreewaldes, wo uns die Dahme eine Zeit lang begleitet. Bei Wildau-Wentdorf lösen wir uns von der Dahme und fahren durch das Schuge und Mühlenfließquellgebiet bis in den Lausitzer Grenzwall. Wir werden abwechselnd Wald und Kornfelder sehen. Und die Straßen sind sehr vekehrsarm. Sonnwalde und Finsterwalde liegen auf unserem Weg. Wir fahren mitten durch die Niederlausitz, wo der Tagebau einst zu Hause war. Die Tagebaugebiete sind aber zum größten Teil vorbildlich renaturalisiert worden. Überall findet man nun Badeseen.

Schließlich überqueren wir wieder einmal die A13 und gelangen in das Lausitzer Seenland um Senftenberg. Der Senftenberger See ladet zu einer Rast ein. Die Rückreise erfolgt durch die Seenlandschaft, am Moloch "Schwarze Pumpe" vorbei und durch das Siedlungsgebiet der Sorben, südlich von Cottbus. Weiter in Richtung Norden erwartet uns die Calauer Schweiz. Der Name ist Programm, obwohl uns jetzt nicht unbedingt eine Landschaft so wie sie um das Gotthardt-Massiv ausschaut, erwartet. Aber der Kesselberg schafft es trotzdem auf stolze 161 m Höhe und wir fahren wieder durch ein schönes Waldgebiet. Die nächste größere Stadt ist Luckau und nach wenigen Kilometern hat uns das Tropical Island wieder.

Variante B

Wie schon in der Tourübersicht angekündigt, können die Tourteilnehmer/innen auch die zweite Variante deses Tages wählen. Ganz in der Nähe des Tropical Islands befindet sich der Spreewaldring. Bei genügend Teilnehmern/innen kann hier ein Kurventraining mit Instruktor abgehalten werden. Der Kurs dauert ca. 8 Stunden und kostet 179,-- EUR, die dann von den Teilnehmern/innen direkt vor Ort bezahlt werden müssten. Der Kurs gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Gleich neben dem Spreewaldring gibt es noch eine GoKart Bahn und somit eine weitere Möglichkeit, den Tag zu gestalten. Z.B. Zuerst am Vormittag GoKart fahren und am Nachmittag noch eine kleine Tour mit dem Motorrad.

POI

1 Senftenberg
2 Lausitzer Seenlandschaft
3 "Schwarze Pumpe"

Tag 8: Tropical Island - Dresden

Streckenlänge: ca. 205 km

Die nächste Überführungsetappe steht an. Wir verlassen das Tropical Island und werden ganz in der Nähe von Dresden unser vorletztes Hotel beziehen. Erneut fahren wir zuerst nach Golßen, zweigen dann aber nach Dahme ab. Über die Annaburger Heide streben wir der Elbe zu, auf die wir bei Prettin treffen. Dann geht es immer an der Elbe entlang. Städte wie Belgern, Mühlberg, Strehla und Riesa werden passiert.

Dann ab Leckwitz fahren wir wirklich direkt neben der Elbe bis nach Meissen. Linker Hand kleben die Weinberge an den Hängen und rechts von uns fließt die ruhige Elbe. Eine Landschaft für Maler. Kurz vor Dresden lösen wir uns von der Elbe und fahren über das Hinterland nach Moritzburg. Hier machen wir noch einmal eine kurze Pause, bevor wir dann endgültig unser Hotel im Stadtteil Albertstadt beziehen. Natürlich werden wir den Sehenswürdigkeiten von Dresden in den kommenden Tagen bzw. Abenden einen Besuch abstatten.

POI

1 Meissen
2 Moritzburg

Tag 9: Lausitzer Bergland und Bikerhöhlen

Streckenlänge: ca. 230 km

Heute machen wir uns auf den Weg in das Lausitzer Bergland. Es ist eine hügelige Mittelgebirgslandschaft in der Oberlausitz. Auf dem Weg dahin streifen wir die Sächsische Schweiz, die wir morgen besser kennen lernen werden und wir fahren schließlich in das Lausitzer Gebirge ein. Auf dem Rückweg fahren wir eine Zeit lang am Oberlauf der Spree entlang, die wir einige Tage zuvor, weiter nördlich, schon ausgiebig bewundern konnten.

Über Stolpen und Neustadt in Sachsen passieren wir bei Sebnitz die tschechische Grenze. Wir sind in Böhmen, genauer gesagt im Böhmischen Niederland. Wir fahren durch hügeliges Gebiet mit schön geschwungenen Straßen wo sich Kurve an Kurve reiht. Krásná Lipa ist die nächste Stadt, die auf unserem Weg liegt. Kurz nach Nový Bor wartet der erste Höhepunkt des heutigen Tages auf uns. Wir fahren ganz dicht am Einsiedlerstein vorbei. Das ist ein 40 m hoher, alleinstehender Sandsteinfelsen. Auf der Krone wurde eine Burg gebaut und ist somit wirklich ein einzigartiger Anblick. Natürlich ist diese Felsenburg gastronomisch erschlossen und nach einem kleinen Treppenaufstieg könnten wir die umliegende Landschaft bei einem kühlen Getränk in Augenschein nehmen.

Eine Einkehrpause könnten wir allerdings auch nur ein paar Kilometer weiter, bei unserem zweiten Höhepunkt des Tages einlegen. Wir haben ca. 100 km zurückgelegt und da ist eine Pause sowieso angebracht. Der zweite Höhepunkt ist die Bikerhöhle Pekelne Doly. Wir können praktisch mit dem Motorrad in einer Höhle bis an den Tresen fahren und etwas zu trinken bestellen. Jawohl richtig gehört. Man kann mit dem Motorrad bis direkt vor den Tresen fahren. Die Höhle ist ca. 3500 qm groß und man kann gemütlich mit dem Motorrad in die Höhle einfahren, eine kleine Runde drehen und wieder heraus fahren. In der Höhle sind sogar Straßenverläufe eingezeichnet. Vielleicht bleibt noch zu erwähnen, dass es hier in dieser Gegend noch jede Menge anderer Sandsteinhöhlen gibt aber keine wird so genutzt wie Pekelne Doly.

Nach dieser Attraktion machen wir uns wieder auf den Heimweg. Wiri fahren weiterhin im Lausitzer Bergland in Richtung Norden. Cvikov ist unser nächster Routenpunkt und von da sind es nur noch 10 km bis zur deutschen Grenze und wir sind im Zittauer Gebirge. Das ist der deutsche Teil des Lausitzer Gebirges. Knapp nach der deutsch-tschechischen Grenze erreichen wir den Kurort Jonsdorf.  Immer eng an der tschechischen Grenze entlang, fahren wir nach Norden bis wir die Quelle der Spree, die Stadt Ebersbach-Neugersdorf erreichen. Zumindest zwei der drei Spreequellarme entspringen in dieser Stadt. Dann folgen wir eine Zeitlang dem Flusslauf der Spree, passieren dabei Neusalza-Spremberg bevor sie bei Soland endgültig nach Norden abfließt. Wir aber fahren weiter nach Bischofswerda und Großröhrsdorf. Bei Radeberg fahren wir in die Dresdner Heide ein und nach wenigen Kilometern sind wir wieder in unserem Hotel angelangt.

POI

1 Einsiedlerstein
2 Bikerhöhle

Tag 10: Elbsandsteingebirge

Streckenlänge: ca. 260 km

Der zweitletzte Tag unserer Tour führt in die Mitte Sachsens und durch den Tharandter Wald. Wir passieren Grillenburg, dass inmitten des Tharandter Waldes liegt. Wir fahren durch dichten Fichtenwald. Mit dem erreichen von Pretzschendorf sind wir am Fuße des Osterzgebirges angelangt. Über das Waldhufendorf Lichtenberg/Erzgebirge und mit Forchheim erreichen wir Olbernhau und sind nun mitten im Erzgebirge, genauer gesagt im mittleren Erzgebirge angelangt. Wenn wir vom Erzgebirge als Gebirge sprechen, dürfen wir uns nicht eine Landschaft wie in den Alpen vorstellen, sondern es ist eher eine Hochfläche, durchsetzt mit dem einen oder anderen, die Umgebung überragenden, Bergrücken. Also sehr viel hügeliges Gelände mit den dementsprechenden kurvigen Straßen dazu. Olbernhau liegt außerdem im Tal der Flöha, die uns für kurze bis nach Grünthal begleitet. Sie bildet dabei den Grenzfluß zur Tschechei. 

Weiter führt uns die Straße immer hart an der tschechischen Grenze weiter nach Deutschneudorf. Der linke Zulauf der Flöha, die Schweinitz, bildet für die nächsten Kilometer die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien bis nach  Deutscheinsiedel.  Die Straße führt nun von der Grenze weg bis nach Neuhausen und weiter, an der Talsperre Rauschenbach vorbei, nach Deutschgeorgentahl. Die Straße führt uns weiter zwischen dem Ringelwald und dem Topfenwald und erreichen Altenberg. Weiter geht es in dieser hügeligen Landschaft, bis wir schließlich die Sächsische Schweiz erreichen. Wir werden die seltsamsten, von der Natur geschaffenen, bizarrsten Felsformationen sehen. Bei Krippen werden wir die Elbe erreichen und bei Bad Schandau überquerene. Weiter geht es durch diese bizarren Felsformationen bis nach Hohnstein. Kurz nach Hohnstein erreichen wir die wohl bekannteste Felsformation des Elbsandsteingebirges, die Bastei. Wenn wir schon mal da sind, werden wir sie auch besichtigen.  Danach fahren wir noch ein paar Kilometer immer an der Elbe entlang, bis wir wieder in Dresden angekommen sind.

POI

1 Die Bastei

Tag 11: Dresden - Braunlage (Harz)

Streckenlänge: ca. 330 km

Der letzte Tag ist angebrochen. Heute fahren wir bis in den Harz. Zunächst halten wir uns westwärts und nach dem wir Dresden hinter uns gelassen haben, erwartet uns eine ruhige Landschaft. Wir fahren bei Nossen kurz in das Tal der Freiberger Mulde ein und halten uns westwärts Richtung Waldheim. Wir sind in Mittelsachsen. Wieder fahren wir durch ein hügeliges Gebiet. Hügel heißt auch automatisch Kurven. Wir kommen auf unsere Kosten. Colditz ist unsere nächste Stadt, die wiederum an einer Mulde liegt, diesesmal an der Zwickauer Mulde. Etwas nördlich von Colditz fließen die Freiberger Mulde und die Zwickauer Mulde zusammen, die ab sofort den Fluß Mulde bilden.

Nach Colditz fahren wir durch das Landschaftsschutzgebiet Colditzer Forst und treffen auf Bad Lausick. Die Stadt liegt mitten im Sächsischen Burgen- und Heideland. Wir umfahren Leipzig großzügig im Süden und gelangen in ein ehemaliges großes Tagebaugebiet bei Großzössen. Durch den Tagebau wurde die Landschaft komplett umgestaltet. Dörfer verschwanden, Flüsse wurden umgeleitet und heute sind, schön in die Landschaft eingebettet, Seen entstanden. Das ganze Seegebiet zusammen bildet das Leipziger Neuseenland und soll zu einem späteren Zeitpunkt touristisch genutzt werden können, so wie wir es im Senftenberger Seenland schon antrafen. Etwas weiter westlich ist es noch nicht soweit. In den riesigen Tagebaugebieten von Schleehain, wird noch bis 2040 Braunkohle abgebaut. Mitten in diesem Tagebaugebiet liegt Lippendorf mit dem dazugehörigen Lippendorfer Kraftwerk. Hier wird die Kraft der Braunkohle, höchst modern und sauber, in Dampf und Wärme umgewandelt. Auch Leipzig profitiert von dieser Fernwärme.

Wenn wir Weißenfels passieren, sind wir schon im Bundesland Sachsen-Anhalt. Wir umfahren auch hier großzügig im Süden den nächsten Ballungsraum Halle, wegen der hier ansässigen Chemie- und Erdöl verarbeitenden Industrie, auch "Chemiedreieck" genannt. Wir wenden uns so langsam in Richtung Westen und bei Kölleda sind wir in Thüringen. Für kurze Zeit bewegen wir uns in diesem Bundesland bevor wir es über den Kyffhäusser wieder verlassen und nun endgültig dem Harz zustreben. Bad Frankenhausen markiert den Einstieg in den Kyffhäuser, dem kleinen Bruder des Harzes. Bei Kelbra in der Goldenen Aue verlassen wir den Kyffhäuser. Mit erreichen der Stadt Stolberg sind wir im Südharz angelangt. Stadt Hasselfelde und Elbingerode sind unsere nächsten Stationen. Wir sind bereits am Brocken. Über Drei Annen Hohne und Elend fahren wir unserem heutigen Ziel, Braunlage, zu. Elf spannende Tage gehen zu Ende.

POI

1 Leipziger Seenlandschaft
2 Kyffhäuser
3 Brocken